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Kranke Kinder haben auch Vorteile. Wir konnten mal wieder ausschlafen. Das Thema Krankheit beschäftigte den Sohn auch in Bezug auf andere: „Der Kuschelhund muss zum Bärenarzt. Ich hab beim Hundearzt angerufen. Der braucht eine neue Batterie.“ Ich war etwas verwirrt von so viel Information. Viel zum Denken kam ich nicht. Der Sohn sagte den halben Tag über alle zwei Minuten: „Rotznase!“, was bedeutet, dass man ihm die Nase putzen muss. Ich versuchte, ihm andere etwas nettere Formulierungen beizubringen wie: „Herr… Read
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„Nein! Lass das!“ Das kann man inzwischen zu beiden Kindern sagen. Die Tochter hat in den letzten Tagen die Schubladen an der Kommode im Wohnzimmer entdeckt. Eine super Möglichkeit, sich die Finger einzuklemmen. Wobei sie das bisher vermieden hat. Lag vielleicht auch daran, dass ich immer panisch herbeistürzte, um Schlimmeres zu verhindern. Zwischendurch erlebten wir auch Momente der Ruhe. Der Sohn machte Puzzles. Die Tochter nagte am Stuhlbein, auf dem er saß. Später baute ich der Tochter eine Barriere aus… Read
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Puzzle klauen – damit fing der Tag. Wie die letzten Tage auch, packte der Sohn das Puzzle aus und die Tochter robbte los, um es zu entwenden. Bis die Mutter die intelligente Idee hatte, das Puzzle einfach auf den kleinen Tisch des Sohnes zu legen. Die Tochter entdeckte neue Möglichkeiten, sich bemerkbar zu machen. Sie krabbelte zum Sofa und blieb dort mit dem Kopf stecken. Rückwärts robben geht noch nicht. Zum Frühstück aß sie Brot und Brei. Der Sohn eine… Read
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Der Sohn schlief noch. Ich machte mir Frühstück. Die Tochter protestierte so lange nonverbal, bis ich sie in den Stuhl setzte und ihr ein Stück Brot gab. Sie aß es und warf mir einen Blick zu, der so etwas sagte wie: „Na also, geht doch.“ Der kranke Sohn schlief aus. Den Vormittag verbrachte er im Schlafanzug und machte Puzzles. Zur Zeit sieht das dann so aus: Sobald der Sohn die Puzzle-Packung zur anderen Seite des Zimmers trägt, legt seine Schwester… Read
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Der Sohn sprang aus dem Bett, anschließend machte er zwei Saltos und tanzte wie Elvis durch den Flur. Okay, ganz so war es nicht, aber im Vergleich zu den letzten Tagen war er um einiges fitter. Wie oft am Dienstag versammelte sich die gesamte Familie im Bad. Im Prinzip hätten wir da auch gleich frühstücken können. Die Tochter bearbeitete ihr Brotstück und verteilte es um ihren Stuhl herum, während der Sohn alle zwei Sekunden aufstand, um ein Puzzle zu machen,… Read
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Der Sohn verbrachte den Vormittag im Schlafanzug. Wenn man krank ist, darf man das. Sein kleiner Schnupfen ist leider über Nacht ein großer geworden. Die Lockdown-Zeit ohne Kita hat mich soweit trainiert, das relativ gelassen zu sehen. Tochter, Sohn und ich landeten nach einem sehr trägen Vormittag bei einem Mittagessen aus Nudeln und Knäckebrot für den Sohn und Brotkante und Beeren für die Tochter. Das brachte den Sohn immerhin dazu, aus Eifersucht auch Beeren zu essen. Nur hielt es ihn… Read
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Über die Kinder kann ich heute nicht viel erzählen. Ich sah sie kaum. Nach den üblichen Aufstehritualen kamen auch schon die Großeltern und nahmen sie mit aufs Land. Meine Frau und ich schauten uns ungläubig an und erlebten Stille. Es ist wirklich unglaublich, wie leise es in unserer Wohnung sein kann. Wir verlebten einen sehr entspannten Vormittag. Nachmittags ging ich arbeiten. Auch das ein inzwischen seltener Zustand. Wir spielten zwei Vorstellungen Theatersport im Hof des Landestheaters. Der Vorstellung um fünf… Read
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Das Niesen des Sohnes heute morgen kündigte es schon an: Die nächste Woche wird wohl wieder eine Art Lockdown light. Er ist erkältet. Es scheint sich so eine Art Rhythmus etabliert zu haben: Eine Woche Kita – eine Woche krank. Seiner guten Laune tat das keinen Abbruch. Das Frühstück verbrachte der Sohn immerhin die halbe Zeit am Tisch. Es gab Weißwurst. Da kann er nicht fehlen. Die Tochter schlachtete ein Stück Brot und mehrere Pfirsichfetzen. Nachdem es genug war mit… Read
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Die Tochter trommelte mit den Fäusten. Sie saß zum ersten Mal im Hochstuhl. Es war ein Triumph am frühen Mittag. Kurze Zeit später robbte sie schon wieder durchs halbe Zimmer, um das Parkhaus ihres Bruders auseinander zu nehmen. Er konnte nichts dagegen ausrichten, weil er noch in der Kita war. Nachmittags holte ich den Sohn mit der Tochter von der Kita ab. Er quietschte zur Begrüßung. Wir gingen auf den Spielplatz, wo er erstmal fünf Minuten im Wagen sitzen blieb,… Read
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Der Morgen war ein Traum. Der Sohn stand zwar langsam, aber gut gelaunt auf, ließ alles mit sich machen und stürmte in der Kita zum Spielen und hätte fast vergessen, sich von mir zu verabschieden. Ich war so euphorisch, dass ich mir endlich mal Zeit nahm, mit meiner Tochter zu rappen. Ich packte den Sequenzer aus, ließ den Beat laufen und flowte mit ihr durch den Flur. Zwischendurch wagte ich es, mich an den Rechner zu setzen, aber inzwischen bewegt… Read

