Die Tochter trommelte mit den Fäusten. Sie saß zum ersten Mal im Hochstuhl. Es war ein Triumph am frühen Mittag. Kurze Zeit später robbte sie schon wieder durchs halbe Zimmer, um das Parkhaus ihres Bruders auseinander zu nehmen. Er konnte nichts dagegen ausrichten, weil er noch in der Kita war.

Nachmittags holte ich den Sohn mit der Tochter von der Kita ab. Er quietschte zur Begrüßung. Wir gingen auf den Spielplatz, wo er erstmal fünf Minuten im Wagen sitzen blieb, um in Ruhe seine Brezel aufzuessen. Erwacht aus der Vesperpause erkundete er die Matschlandschaft aus Staudämmen und Gräben, die größere Kinder hinterlassen hatte.

Eine halbe Stunde verbrachte er damit, eine kleine Plastikflasche mit Dreckwasser zu füllen und andächtig wieder auszuleeren. Später betätigte er sich an der Wasserpumpe, die auf diesem Spielplatz eine Art großes Schaufelrad ist und sagte fachmännisch: „So kommt noch mehr Flüssigkeit.“

Kurz darauf begegneten wir einer seiner alten Kitafreundinnen, die inzwischen den Sprung in den Kindergarten geschafft hat. Sie fuhr Seilbahn. Er rannte vor Begeisterung schreiend nebenher. Die Tochter schrie ein bisschen mit. Der Sohn setzte sich sogar selber auf den Seilbahnsitz: „Aber nur ganz langsam.“ sagte er.

Beim Abendessen skandierte der Sohn: „Ich will Fenchel! Ich will Fenchel!“ Es gab etwas Anderes. Die Tochter saß wieder auf ihrem Hochstuhl und war völlig begeistert. Sonst passierte nicht mehr viel Nur brauchte der Sohn drei Stunden zum Einschlafen, begleitet von Puzzlen und Würfelspielen. Ich war ein mäßig begeisterter Mitspieler.

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