„Nein! Lass das!“ Das kann man inzwischen zu beiden Kindern sagen. Die Tochter hat in den letzten Tagen die Schubladen an der Kommode im Wohnzimmer entdeckt. Eine super Möglichkeit, sich die Finger einzuklemmen. Wobei sie das bisher vermieden hat. Lag vielleicht auch daran, dass ich immer panisch herbeistürzte, um Schlimmeres zu verhindern.

Zwischendurch erlebten wir auch Momente der Ruhe. Der Sohn machte Puzzles. Die Tochter nagte am Stuhlbein, auf dem er saß. Später baute ich der Tochter eine Barriere aus Spielsachen, weil sie zielstrebig die Teile des neuen Regals ansteuerte, die noch unausgepackt im Flur stehen.

Ich stand den halben Tag über alle zwei Minuten auf, im sie wieder einzusammeln. Die anderen Minuten übernahm vermutlich die Mutter.

Abends hatten wir Besuch. Es gab Burger vom Imbiss gegenüber. Wenn so ein Burger samt Pommes auf dem schönen Teller zu Hause liegt, realisiert man erst, was für ein Fettberg das ist. Als basischen Ausgleich gab es etwas Rotwein. Ein Glas reicht zur Zeit, um mich halb auszuschalten. Als Eltern kleiner Kinder ist man nichts mehr gewohnt.

Der Sohn konnte sich nicht entscheiden, welche Pommes er essen sollte. es war auch schwer. Es gab geringelte Pommes, Süßkartoffelpommes und wilde Kartoffeln. Nur keine normalen Pommes. Er tröstete sich mit einem veritablen Ausraster, als er ins Bett musste. Vorher sagte er noch, als wir den Tisch abräumten: „Ihr seid die Abräumer.“ Und so fühlten wir uns auch.

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