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Noch so ein Vorweihnachtstag. Es passierte eine Menge, aber mein von Kinderbetreuung beanspruchtes Gehirn kann es nur noch teilweise wiedergeben. Auf jeden Fall entdeckte die Tochter ein neues Spiel: Sie räumt jetzt immer, wenn die Tür zum Abstellraum aus Versehen offen ist, die Wäsche in die Waschmaschine. Immerhin hat sie verstanden, dass Wäsche hineinkommt. Dem Sohn ist der Unterschied zwischen Waschmaschine und Spülmaschine immer noch nicht klar, weswegen er heute sein Knetegeschirr in die Waschmaschine räumte. Dafür durfte ich später… Read
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„Und die Katze war auch nicht lieb. Die kommt ins Gefängnis.“ so tönte es aus dem Kinderzimmer, als ich von meinem Seminar zurückkam. Die Veranstaltung hatte per Zoom in meinem Zimmer stattgefunden. Immer interessant, vor Studierenden zu sprechen, während hinter einem in der Wohnung Kinderschreie zu hören sind. Es ging aber alles gut. Außer der Verhaftung der Katze, war nichts weiter Wildes passiert. Ich übernahm die Kinder von der Mutter, die ihrerseits losfuhr, um durch die Kinderärztin bestätigen zu lassen,… Read
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Ich stand auf, als die Mutter zur Arbeit musste und übernahm die hyperaktive Tochter. Sie flitzte schon durch die ganze Wohnung und war nur schwer davon abzuhalten, sich auf ihren noch schlafenden Bruder zu stürzen, der dann auch bald genervt erwachte. Vorher verteilte sie noch eine Packung Q-Tips im Bad, die die Mutter ihr gegeben hatte, weil sie dachte, sie könnte sie nicht aufreißen. Falsch gedacht. Nach unserem Frühstück, das mehr oder weniger gemeinsam ablief, gingen wir schon bald nach… Read
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Wieder ein Tag wie die letzten Tage. Ich durfte noch einmal zu Hause bleiben, bis ich morgen wieder dran bin, die Kinder den ganzen Tag zu betreuen. Weihnachten ist in Sicht. Ein bisschen Endspurt-Stimmung, bevor danach dann der echte Lockdown kommt und wir wirklich alle zu Hause sind. Heute gab es daher aus meiner Sicht nicht so viel zu erzählen. Mittags aßen wir Plätzchen, der Sohn schaute eines an und fragte: „Was ist das für ein Tier?“ Ich sagte: „Ein… Read
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Zum Frühstück biss die Tochter in ihr Brezelstück wie in einen Hähnchenschenkel. Man weiß bei ihr nie so genau, was sie schon so mitbekommt. Sie guckt immer ein bisschen so, als würde sie uns alle ein bisschen an der Nase herumführen. Laut der Mutter hat sie vor dem Frühstück sogar „Brezel“ gesagt. Wenn das wirklich ihr erstes Wort war, ist sie Schwaben ja gut aufgehoben. Ich weiß nicht mehr, was wir Vormittags noch so machten. Wahrscheinlich das Übliche. In Lockdown-Zeiten… Read
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Der Sohn machte heute Kunst aus Knete: Einen Lolli aus einem Knete-Batzen und seinem Plastikschraubenzieher, den er mit seiner „Eismaschine“, also seiner halb kaputten Kinder-Plastik-Bohrmaschine bearbeitet hatte. Mutter und Tochter machten einen längeren Mittagsschlaf, nachdem die Tochter schon um sieben aufgestanden war und die Mutter zwangsläufig mit. Es war der dritte Lockdown-Tag. Und schon kann ich keine Bilderbücher mehr sehen. Immerhin entdeckte ich mit der Tochter das Liederbuch neu, so hatten wir ein bisschen Abwechslung. Die Mutter backte noch Plätzchen… Read
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Heute konnten der Sohn und ich ausschlafen, weil die Mutter erst später zur Arbeit musste. Die Tochter hatte sie leider schon um sieben geweckt. Ich weiß schon, wer in ein paar Jahren morgens für alle immer Kaffee kochen darf. Nachdem die Mutter gegangen war, zeigte die Tochter erste Zeichen von Müdigkeit. Ich las noch ein bisschen vor, trug sie durch den Flur und dann war es soweit: Sie schlief ein. Der Sohn und ich nutzten die Zeit. Wir brachten die… Read
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Der erste Tag im zweiten echten Lockdown. Fühlte sich nicht so besonders an wie beim ersten Mal. Die Tochter stand gewohnt früh auf. Die Mutter übergab sie an mich und ging zur Arbeit. Der Sohn stand aus Protest auf, weil er nicht allein im Bett sein wollte. Immerhin frühstückte er gut: Zwei Marmeladenbrote. Wir schlugen uns durch den Vormittag mit Bilderbüchern. Danach kam auch schon die Babysitterin die wir wohlweislich noch zur Entspannung bestellt hatten. Ich konnte drei Stunden tun,… Read
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Ein fast normaler Dienstag. Der Sohn brach morgens zum Abschied in die Kita auf. Die Tochter blieb verschnupft zu Hause. Ich gab noch Seminar per Zoom und ließ die Studierenden Haikus schreiben. Es kamen ein paar schöne melancholische Gedichte über den Winter dabei heraus. Anschließend drehte ich endlich das Gedichte-Video, das ich schon gestern drehen wollte und verzweifelte etwas an meinen verkümmerten Fähigkeiten im Text lernen. Zum Glück bastelte der Kollege, der den Film schnitt, noch etwas sehr Schönes daraus… Read
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Die Tochter schniefte morgens verdächtig, sollte aber noch in die Kita gehen. Ich sollte eigentlich noch einen Film drehen, aber leider kam ein kleiner Termin dazwischen und dann musste ich noch in die Stadt und das Material kaufen für den spontanen Kita-Abschied des Sohnes. Die Verkäuferin grinste etwas, als ich mit zwanzig Pixi-Büchern an die Kasse kam. In der Stadt war die Hölle los. Schlangen vor den Geschäften. Ich eilte nach Hause, um meinen Film aufzunehmen. Als ich gerade loslegen… Read

