Das Wetter wechselt. Ich wechsle die Jacke. Das Wetter wechselt. Und zwar in einem Moment. Es ist gleichzeitig kalt und warm. Die Sonne scheint, der Wind weht arktisch. Das Wetter wechselt und ich wechsle die Aussicht. Zeit, neue Perspektiven einzunehmen. Zum Beispiel die des Baumes vor dem Fenster, der dich sieht, wie du schon wieder am Computer sitzt und denkt: Was muss der für Wurzeln haben!

Das Wetter wechselt und ich wechsle die Perspektive. Ich sehe mich mit den Augen meiner Mitmenschen und sehe: Wenig. So viel sieht man gar nicht von dem, was da in mir abgeht. Kein Mensch ahnt, welch Fantasien ich habe, wenn ich im Supermarkt an der Kasse stehe und Müsli kaufe.

Das Wetter wechselt. Es wechselt deine Währung. Dein Gemüt hat einen neuen Kurs, nur weil die Wolken heute anders ziehen. Wolken, Sonne, Hagel, egal. Du hast für jedes Wetter die falsche Jacke. Ist auch ein bisschen viel verlangt von einem Kleidungsstück, dein Leben perfekt zu machen.

Das Wetter wechselt. Ich bleibe unbeständig. Und die Welt bleibt es auch.

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