Ich schreibe das hier kurz vor dem Weg ins Bett. Zwischen den Zeilen meiner raren Stunden. Die Zeit verrinnt wie Sand und ich ringe ihr ein paar Körner ab, um sie der Welt ins Auge zu streuen, oder zumindest dem Bildschirm.
Und ich wünsche gute Träume. Gute Träume sind wichtig, sie könnten in Erfüllung gehen. Und wenn nicht, hat man wenigstens gut geschlafen. Die meisten meiner Träume waren immer so: Hä? Warum druckt der Fahrkartenautomat, der seltsamerweise auf den Gleisen steht, mein Ticket nur leer aus? Immer wieder? Ich müsste doch längst den Zug nehmen, in dem ich vorher schon war. Und warum taucht jetzt ein riesiger Hahn auf?
Ich wünsche Träume, in denen alles klappt. In denen man endlich den Sex hat, den man immer wollte und er keine Enttäuschung ist. Träume, in denen man geliebte Menschen trifft, die nicht ihre Gesichter wechseln, sondern treu mit einem durch das Schlaraffenland laufen.
Träume, in denen man zu Musical-Musik durch rosa Wolken fliegt.
Träume, in denen man auch einfach mal so einen Kaffee trinken kann, ohne dass irgendetwas besonderes passiert.
Träume, in denen man sich in eine Praline verwandelt, die man selber mit Genuss essen darf.
Träume, in denen gar nichts passiert, sondern einen nur ein endloses Glücksgefühl durchwabert.
Träume, die besser als die Realität sind und dann einfach weiter gehen.
Oder Träume, die einen erkennen lassen, dass die Welt, in der man aufwachen wird, schon immer die beste war und man das nur noch nie so gesehen hat.
Mit diesem Gefühl kann man doch schlafen gehen. Gute Nacht. Oder Guten Morgen.

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