Wie man auf Spiegel Online lesen kann, soll nun der Mond erforscht werden. Der Mond? Ja, jener seltsame Trabant, der unsere Erde umkreist und so verdammt sympathisch einfach immer nur da ist, ohne besondere erkennbare Funktionen zu haben. Der Langzeitstudent der Himmelskörper sozusagen. Dieses Gebilde soll nun erforscht werden.

Obwohl man schon öfters auf ihm gelandet ist, weiß man nämlich sehr wenig über ihn. Ständig kommen neue Fragen auf: Kann der Mond sprechen? kann man dort Tennis spielen? Könnte man ihn nicht irgendwie kommerzieller nutzen? Gibt es nicht irgendein Volk in der Galaxis, das den Mond geren gegen einen anderen Trabanten tauschen würde.

Mancher sehnt sich ja sicher nach so einem Gesteinsbrocken, auf dem offenbar gar nichts los ist. Zyniker werden sicher bald darauf kommen, den Mond der Erde vorzuziehen: Es gibt dort kein schlechtes Fernsehen, es gibt keine ekelhaft niedlichen Hunde und vor allem: Es gibt keine Menschen. Noch nicht. Das ist das Problem. Wenn die Forscher so weiter machen, werden sie wohl bald riesige Stadien dort errichten. Da kann man dann sitzen und sich alles mögliche bestellen oder einfach ein Bier für 50 Rohdiamanten kaufen und vor allem: Mond angucken. In der Mitte des Stadions ist dann nämlich kein Rasen oder ein Haufen sich über den Haufen fahrender Monstertrucks, nein einfach nur Mond. Mondoberfläche unbehadelt, lebensnah, zwei Stunden lang.

Wobei zu befürchten ist, dass man den Mond irgendwann einfach sprengt, Explosionen sind ebenimmer noch der Special Effect überhaupt und den Mond würde ja keiner vermissen. Zumindest niemand, für den immer irgendwas abgehen muss, das komische Geräusche macht, irgendwie designt ist und wahnsinnig viel Geld kostet, also alle Menschen.

Ich mag den Mond. Der hat es gar nicht nötig, so eine Show abzuziehen. Ist eher der Meister des Subtilen. Scheint bei Nacht, aber nur so hell, dass man ihn schön finden kann ohne effizient irgendwas beleuchten zu wollen. Die Leute, die Action wollen, sollen doch mal zur Sonne fliegen und da landen. Vielleicht kommt ihnen ja dann die Erleuchtung. So käme man dannn zu einer schönen neuen Rederwendung. Nicht: Den sollte man mal auf den Mond schießen, was ja eher einer Belohnung gleichkäme, sondern: Der sollte mal auf der Sonne landen.

Related Articles

All articles

  • Kunst Lange Zeit war es ein bisschen still hier. Zeit, mal wieder eine neue Serie zu starten. Ich habe mir überlegt, alles ein bisschen mehr miteinander zu verknüpfen: Die Kinder, die Kunst und alles, was ich sonst noch so mache. Für Fans der alten Beiträge aus der Rubrik „Zu Hause“ soll es auch weiterhin etwas… Read

    , ,

    ·

  • Ich kam wirklich sehr lange nicht zum Schreiben, was auch seine Gründe hatte. Und mit einem Krankenhausaufenthalt. Aber beginnen wir am Anfang. Ich weiß gar nicht mehr, wann der große Sohn krank wurde. Ich schrieb ja schon von Notfallmedikamenten und so. Auf jeden Fall, wurde r, nachdem er gerade wieder gesund war, wieder krank. Die… Read

    , , ,

    ·

  • Das waren etwas dramatische Tage. Der große Sohn hatte mehrere Asthma- und oder Pseudokrupp-Anfälle vor dem Wochenende. Wir haben alle Register gezogen, was die Notfallmedikamente anging, waren kurz davor, ins Krankenhaus zu fahren. Ich habe Nachts jede Stunde die Sauerstoffsättigung gemessen. Jetzt ist zum Glück alles wieder ok. Dafür bin ich jetzt erkältet. Gerade werden… Read

    , , ,

    ·

Get updates

← Zurück

Vielen Dank für deine Antwort. ✨

One response to “Was macht eigentlich…der Mond?”

  1. Cool, endlich hab ich noch jemanden gefunden, der sich um den ganzen Hype um den mond gedanken macht. Finde den Text wirklich gut. Wenn es nicht zu peentrant dreist ist, hinterlasse ich hier mal den Link zu meinem Artikel:
    http://roterhai.wordpress.com/2008/09/27/expo-auf-dem-mond/

    Grüße
    Thearcadier

Kommentar verfassen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Entdecke mehr von Harry Kienzler

Jetzt abonnieren, um weiterzulesen und auf das gesamte Archiv zuzugreifen.

Weiterlesen