Vergesst Lemuria! – Rettet die Welt!

Wie man heute bei der Süddeutschen lesen kann, existiert nicht nur ein Mythos über einen versunkenen Kontinent namens „Atlantis“, es gibt noch einen zweiten sagenumwobenen Erdteil, der sich „Lemuria“ nennt. Der Mythos entwickelte sich in Folge der Erklärung für das Auftauchen der Lemuren-Affen (sehr nett bedichtet bei meinem Kollegen Frank Klötgen) auf verschiedenen Kontinenten. Man ahnte noch nichts von der Kontinentalverschiebung und nahm so einen versunkenen Erdteil an, der einst Indien und ein paar andere Erdteile und Inseln miteinander verband und nannte diesen folgerichtig „Lemuria“.

Lustigerweise blieb es aber nicht dabei, dass man annahm, es habe einen von Affenbevölkerten heute versunkenen Erdteil gegeben. Irgendwie kam man darauf, dass dort auch Menschen oder so etwas Ähnliches gelebt haben müssten und sah in „Lemuria“ kurzerhand die Wiege der Menschheit. Sehr lustig ist auch die Theorie der russischen Okkultistin Blavatsky, die annahm, auf Lemuria hätten eierlegende Hermaphroditen gelebt, die nach dessen Untergang kurzerhand nach Atlantis umzogen, dass dann tragischerweise auch unterging.

Ich selbst habe noch viel Mysteriöseres zu berichten und hoffe, dass es noch jemand erfährt, bevor meine Insel samt Elfenbeinturm untergeht: Ich lebe auf einer Landmasse, die den mythischen Namen „Europa“ trägt und auch hier leben affenähnliche Wesen, die sich für den Gipfel der Schöpfung halten. Gerüchten zufolge sollen sie sich schon über den halben Erdball ausgebreitet haben, wo sie nichts unversucht lassen, um kleine Kisten aufzustellen, mit denen sie durch ein Paralleluniversum voller „Suchbegriffe“ „surfen“. All ihr Streben und Trachten richtet sich einzig und allein auf den Betrieb irgendwelcher Bidlschirme und damit das alles schneller geht, haben sie auch noch ein virtuelles Tauschmittel erfunden: Das „Geld“.

Das „Geld“ ist ein großartiger Popanz, dem man aufgrund seiner Eigenschaftslosigkeit jede beliebige Eigenschaft zuschreiben kann. Nur ein paar wenige eingeweihte Hohepriester, die in den Tempeln des Geldkultes, den „Börsen“ wilde Rituale feiern, wissen um die Bedeutungslosigkeit des Geldes. Immer mehr Abtrünnige aus ihren Reihen beginnen nun aber, dieses Wissen zu missbrauchen und arbeiten verbissen daran, den ganzen Kult zu unterwandern, indem sie Geld in großen Mengen einfach verschwinden lassen.

So ergreift nun Panik die Gläubigen, keiner weiß mehr, woran er glauben soll und man beruft sich, Sicherheit suchend auf ältere Religionen und ihre Verkünder, die Titanen der „Politik“. Diesen schon längst in der Bedeutungslosigkeit versunkenen schamanistischen Märchenerzählern rollt man nun die roten Teppiche aus, um sich von ihnen in eine neue wohlige Form der Unmündigkeit entführen zu lassen.

Hoffen wir das Beste und vergessen diesen Beitrag hier ganz schnell wieder, um dem Glück unserer Seelen eine neue Chance zu geben.

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Ein Kommentar

  1. buchstaeblich · Oktober 6, 2008

    Lemuren, Leguane, Legosteine, Legislaturperioden – wer soll da durchblicken?

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