Damien Hirst hat es geschafft. Wie man auf Spiegel Online lesen kann, war seine Auktion mit dem ungefähren Titel „Beautiful Things in my Head forever“, die er selbst auch als Kunstaktion verstanden wissen wollte, ein voller Erfolg.

Auch der Spiegel berauscht sich förmlich daran, dass viele Kunstwerke, „weit über dem Schätzpreis“ weggegangen seien. Bis zu dieser Auktion gehörte „Schätzpreis“ überhaupt nicht zu meinem Vokabular. Ich lebe in einer Welt, in der man sich freut ein paar Spaghetti zu einem einigermaßen verlässlichen Preis kaufen zu können. Die Kassiererin im Supermarkt kommentiert das meistens eher sparsam und erzählt mir auch nichts von einer Aktion, deren Teil ich nun sei, einem Kunstwerk, das mit uns beiden als Hauptakteueren den Niedergang der Welt veranschauliche. Das fände ich wesentlich näher an der Wirklichkeit als Hirst „Aktion“ oder Auktion oder wie auch immer.

Der Mann hat einfach ein paar Bilder und eingelegte Tiere für wahnsinnig viel Geld verkauft. was mich nun interessieren würde: Was hat dieser Kunstmarkt mit der Kunst zu tun? Ist es inzwischen Bestandteil eines Kunstwerks, wie man es bei Sotheby’s unter die Leute bringt?

Warum versteigert Hirst sich nicht einfach selbst? Das wäre mal eine Aktion. Ich würde es als Künstler ja vorziehen, unverstanden meine eigenen Artefakte aus dem Formaldehyd zu löffeln, anstatt mir durch viel Geld bestätigen zu lassen, dass es noch mehr solche Spinner wie mich da draußen gibt, aber ich kann hier viel erzählen. ich weiß ja nicht wie es ist. Vielleicht ernährt sich Hirst ja von geld und ist eine arme Sau, weil das Zeug immer so schnell alle ist.

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