Andrea Ypsilanti sitzt vor der versammelten Presse und meint: „Tja, da wird jetzt wohl doch nichts draus“, nachdem eine Abgeordnete ihr die Gefolgschaft verweigert hat und somit keine Duldung einer SPD-geführten Regierung durch die Linke zustande kommt.

Thorsten Meyer steht vor der versammelten heulenden Schulklasse und vor den Trümmern der von Außerirdischen weggemampften Schokoladenfabrik und sagt: „Tja Kinder, da wird wohl nichts draus.“

Die Journalisten schauen Ypsilanti fast mitleidig an, manche sind auch ein bisschen sauer. Na toll, das wäre so ne schöne Story geworden und jetzt bringt das eine Abgeordnete zu Fall.

Die Kinder werfen ihre Pausenbrote nach Thorsten Meyer und brechen in Heulen und Zähneklappern aus. „Wir wollen da aber rein! Menno!“ schreien sie und Meyer schafft es einfach nicht, sie davon zu überzeugen, dass man in eine verschwundene Schokoladenfabrik nicht mehr reingehen kann. Nur der kleine Benny mit dem schwarzen Pullover murmelt: „Ich wollte sowieso von Anfang an ins Atomkraftwerk.“

Zweite Pressekonferenz an diesem Tag: Ypsilanti kommt wieder rein und sagt: „Ach ist doch egal, wir machen es trotzdem!“ Die Journalisten jubeln ihr zu.

Meyer wird es zu blöd. Er geht zur fliegenden Untertasse der Außerirdischen, die da immer noch steht, beruft sich auf das Abkommen zur Zusammenarbeit zwischen Lehrern und Außerirdischen und schafft es, die Aliens davon zu überzeugen, sich als Menschen zu verkleiden und so zu tun, als wäre ihr UFO eine Schokoladenfabrik.

Ypsilanti erklärt die neuerliche Wendung: „Ja, meine Kollegen von der CDU meinten, sie würden mich dann auch wählen, um zu garantieren, dass das rot-rote Bündnis zustande kommt, damit sie dann was zum Draufrumhacken haben im nächsten Wahlkampf, ich soll es halt nur nicht weitererzählen… Scheiße!“

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2 responses to “Wackelkandidaten”

  1. […] harrykienzler.wordpress.com ff. (Die Journalisten schauen Ypsilanti fast mitleidig an, manche sind auch ein bisschen sauer.) […]

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