Ria erwachte. Mit einem schlürfenden Geräusch sog die kleine Elfe den Schleim wieder ein, der ihr wie üblich im Schlaf aus dem Mundwinkel gelaufen war. Die Vögel sangen und Moni, die sich gerade aus ein paar Seidendecken wurschtelte, brummelte: Gebt den Scheißviechern doch endlich mal vergiftete Meisenknödel zu essen! Jeden verkaterten Morgen derselbe Scheiß!“ Günni sagte gar nichts. Er war tot. Zumindest sah er so aus.

Ria griff wie so oft die Initiative in der kleinen Clique und gab das Vorhaben vor, das diesen leuchtenden Tag krönen sollte: „Lasst uns ne Pizza besorgen.“ „Pizza?!!!“ antworteten die beiden anderen gleichzeitig so ungläubig, als hätte man ihnen vorgeschlagen, mal eine Woche lang halb abstinent zu leben. „Ja, ich will Pizza!“

Pizza galt im Elfenland als Delikatesse, vor allem, weil es fast unmöglich war eine zu bekommen. Die größten Pizzavorkommen lagerten in der Höhle des Schreckens, die vom dreiköpfigen Hundemonster bewacht wurde.

Unter Heulen und Zähneklappern und den entschiedenen Worten Rias machten sich die drei auf den Weg. Sie konnten nicht anders. Die Lust nach Pizza hatte von ihnen Besitz ergriffen un Elfen waren ihrer Lust stets so hilflos ausgeliefert, dass jeder Hedonist sich neben ihnen wie ein Mönch mit Keuschheitsgürtel ausnahm. „Pizza!“ flüsterten sie und ihre Stimmen waren belegt vor Erregung. (mehr …)

Es war ein wundrschöner Tag im wunderschönen Land der Elfen. Moni schlief ihren Kater aus und dachte an nichts Böses, als Günni auf einmal in ihre Baumhöhle stolperte und sie mit folgender atemloser Tirade überfiel: „Glaubste nich, … neee!… Wahnsinn….Pass auf!…Also…“ „Ja schon gut mein Kleiner.“ seufte Moni, die versuchte, Günni keine reinzuhauen, weil er ihre Kopfschmerzen noch schlimmer gemacht hatte. „Erst atmen dann sprechen. Du schnaufst ja wie eine alte Lokomotive mit Dampfkesselasthma. Was ist denn los?“

„Ria!..“ „Ja klar Ria, wer auch sonst, gehts hier eigentlich um was anderes als Ria?“ fragte Moni, die ihre beste Freundin zwar gerne hatte, es aber oft ziemlich anstrengend fand, dass sich alles immer nur um die kleine Elfin mit den besonders spitzen spitzen Öhrchen drehte. „Ria hat nen Freund!“ „Ja, das ist ja ganz was Neues.“ Entgegnete Moni dem japsenden Günni und fragte sich, ob Ria eigentlich irgendwann mal keinen Freund gehabt hatte, wobei ihr bis heute nicht klar war, wie man einerseits so sprunghaft in der Wahl seiner Partner sein konnte und diese andererseits schon nach fünf Minuten Vorspiel als seinen „Freund“ bezeichnen konnte.
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Ich hab mal versucht, eine Art Fantasy-Geschichte zu schreiben, ist nur ein erster Versuch, aber lest selbst:  Es war ein wunderschöner Tag im Land der Elfen und Ria, die kleine Silberelfe meinte zu Moni, einer ausgeprägten Kuschelelfe: „Oh, Mann, ich glaub, ich muss kotzen Schwester!“ und dann erbrach sie sich so anmutig wie sich nur Elfinnen erbrechen können in den nächsten Plüschblumenbusch. Das war an sich nichts Ungewöhnliches, die meisten Tage begannen damit, dass Ria kotzen musste, aber heute war etwas anders. Moni beschlich nämlich der Verdacht, dass genau in der Zeitspanne ihres Filmrisses letzte Nacht beim munteren Nektarschlürfen irgendetwas Ungewöhnliches passiert war. Da schallte es auch schon durch den Morgentau: „Kinder, Kinder, kommt her, es ist etwas Fürchterliches geschehen!“ Das konnte niemand anders als Günni sein, ein ausgeprägter Modeelf, der sich Zeit seines Lebens dieses furchtbar ungestalten Namens schämte, sicher hatte ihm wieder jemand seine Schuhe geklaut… Doch Günnis Aufregung hatte zur Abwechslung tatsächlich mal ganz ernste Gründe. „Der Nektar ist alle!“ Das war natürlich ein schwerer Schlag und sofort befand sich das ganze Dorf der Elfen in Aufruhr, denn ein Abend ohne Nektar und eine spritzige Party war für Elfen nicht vorstellbar, Rudi, der Dorfälteste, meinte sogar, erhabe gehört, Elfen würden nach einer Woche ohne Trinkgelage sterben. (mehr …)