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1–2 Minuten

Manchmal beschleicht mich eine alte Angst, die jüngst in ganz modernem Gewand daherkommt: Dass der Tag, ja selbst die Sekunde meines Todes schon seit meiner Geburt feststehen. Der Film Gattaca zum Beispiel, den ich nur empfehlen kann, zeichnet ein düsteres Bild von einer Zukunft, in der man bei der Geburt einfach einen Papierstreifen aus einem ominösen Gerät laufen, auf dem man genau lesen kann, welche Krankheiten der kleine Knirps da mit welcher Wahrscheinlichkeit in seinem Leben noch bekommen wird.

Ein US-Forscher sagt jetzt: Alles Quatsch! Wir haben überhaupt nicht die Daten zur Verfügung, um solche Voraussagen machen zu können. Zum einen, weil viele Krankheiten glücklicherweise doch so selten vorkommen, dass es statistisch unmöglich ist, irgendwelche pauschalen Aussagen aus ihrer Verbreitung zu ziehen, zum anderen weil die gleiche Krankheit vielleicht bei jedem Kranken völlig unterschiedliche genetische Ursachen hat.

Ganz abgesehen davon gibt es ja auch noch andere Ursachen für Krankheit, die mit Genen überhaupt nichts zu tun haben. Erkältungen zum Beispiel, die bekommt man noch, weil man sich ansteckt. Kurios, aber wahr. Es ist also totaler Quatsch eine Firma, die eignene Gene analysieren zu lassen, um dadurch etwas über bevorstehende Krankheiten zu erfahren. Erst wenn die Analysen sich neuer Mittel bedienen wird das vielleicht möglich sein.

Viel wichtiger als ein Blick auf zukünftige etwaige Krankheiten bleibt sowieso der auf die echte akute Krankheit, mit der viele Menschen zu kämpfen haben. Da geht es wohl weniger um Analysen, sondern darum, wie man sich fühlt. Hier findet sich eine Seite, die versucht, das zu kommentieren, ins Leben gerufen von Christof Schlingensief. Da weiß man gar nicht mehr, was man selber noch zu sagen hätte.

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