Gehirnstarre

Ich mache gerade das hier. Ich spiele ein Flash-Game, das darin besteht einen Quader in ein Loch zu befördern. Ich kann mich also mit Fug und recht als völlig geflasht bezeichnen. Die sexuelle Komponente, die hinter dem dauernden Versenken steckt möchte ich lieber nur kurz andeuten, um dann ganz nüchtern philosophisch zu werden:

Warum macht man so was? Wie kann es sein, dass ein blödes Geduldsspiel mehr fesselt, als jeder Weltuntergang es je vermöchte? Ist es der kurze Moment der Belohnung, der dem Sprung aufs nächste Level vorausgeht? Ist es die Tatsache, dass man es hier mit einer Aufgabe zu tun hat, die man tatsächlich lösen kann, ohne dass nachher doch wieder jemand daran etwas auszusetzen hat?

Ich glaube, es liegt an den Geräuschen. Dieses erlösende Rauschen, wenn der Stein im Loch verschwindet…Das könnte ich mir stundenlang anhören! Swoschsch! Haha! Ich rede mir ein, man würde intelligenter davon, weil das Speil das Gehirn trainiert. Von einem gewissen Standpunkt aus betrachtet trainiert ja alles das Gehirn.

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