Die Rückkehr des Neandertalers

Der Neandertaler wird bald wieder den Planeten bevölkern: Wie man heute bei Spiegel Online lesen kann, haben Forscher sechzig Prozent des Neandertaler-Genoms entschlüsselt. Sie wollen es mit dem menschlichen Genom vergleichen. Vergleichen, ha! Von wegen. Wenn es nach meiner Phantasie ginge, würden sie sofort damit beginnen, zu klonen.

So könnte der Neandertaler endlich zu seinem Recht kommen. Dann wird die Welt wieder mit der Keule regiert. Vorbei der ganze Quatsch mit Zivilisation und Quiz-Shows. Der Mensch müsste nicht mal mehr Alkohol trinken, um sich auf das lebensfähige Niveau runterzusaufen, er könnte einfach seinem Vorfahren Platz machen. Der glaube ich gar nicht sein Vorfahre, sondern eher die bislang gescheiterte Nebenlinie des Menschen darstellt.

Jetzt taucht er wieder auf und die Freunde der gebrochenen Biographie lachen sich ins Fäustchen. Sprache hatte er angeblich auch nicht, oder? Im Prinzip ist der Neandertaler nichts anderes als ich, wenn ich morgens aufstehe, höchstens zu Grunzlauten in der Lage. Insofern würde es auch reichen, wenn ich mich überproportional oft vermehre, dann müsste man nicht mal klonen.

Das wäre dann die Neandertalgerechte Lösung. Wer braucht schon Genome, wenn er eine Keule und Grunzlaute hat? Genome können ja nicht mal grunzen. So ein Genom ist wahrscheinlich ähnlich kommunikativ wie ein Staubkorn, es sei denn, man ist selber ein Genom, aber wer will schon ein Genom sein? Bin ich doch lieber ich und träume von Neandertalern, die die Welt beherrschen und überall Hähnchen grillen, samt Keulen.

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