Was ich schon seit längerem ahnte, wird nun schreckliche Wirklichkeit: Das Musikbuisness wird das Ende der Menschheit besiegeln. Während ich hier vor einiger Zeit noch über die Roboterstimmen menschlicher Musiker sinnierte, kann man heute bei Spiegel Online schon von echten Roboter-Bands lesen. Es ist also so weit: Der Mensch verlässt die große Bühne und macht Platz für Wesen, die er selbst erschuf, um alles besser zu machen.

Ein kleiner Trost: Die Musik der Roboterbands klingt noch nicht so besonders. Zwar geben sich die lebenden Vorbilder in letzter Zeit ordentlich Mühe, selber immer austauschbarer zu klingen, aber bis jetzt hören sich die Robotersachen noch reichlich blechern und öde an. Fragt sich nur, wie dieses Problem von der Menschheit gelöst wird: Werden wir bessere Roboter bauen, oder so öde werden, dass man uns problemlos durch Roboter ersetzen kann? Vielleicht übertragen wir auch einfach unsere Seelen auf Roboter und leben so ewig als wandelnde Konserven weiter. Bei den Rolling Stones ist das vielleicht schon heute der Fall.

So lange die Roboter nich lernen, Dinge einfach zu vergessen und volltrunken ein Gemälde auf der Vernissage ihres besten Freundes vollzukotzen, haben wir glaube ich noch einen gewissen Vorsprung.

Wer Blade Runner gesehen hat, kennt die meisten Möglichkeiten schon und wird sich vor allem die Frage stellen: Bin ich nicht selbst ein Roboter? Sind diese Blechwesen da vielleicht das letzte Überbleibsel einer Spezies, die die Erde lange vor uns beherrschte? Lacht irgendwer irgendwo gerade sehr laut über uns? Sollten wir vielleicht eher darüber nachdenken, warum Schimmel immer wieder auftaucht?

Ich kann nur mal wieder empfehlen Dietmar Daths grandiosen Roman „Die Abschaffung der Arten“ zu lesen. Geschichten über Roboter erscheinen daneben wie ein Witz, aber ein sympathischer.

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