Von Siegfried bis Harry Potter hatten sie schon viele: Die Tarnkappe. Nur in unserer langweiligen realistischen Welt ist es bisher niemandem gelungen, wirklich eine herzustellen. Bis jetzt. Laut Spiegel Online haben Wissenschaftler es jetzt geschafft, eine Tarnkappe zu bauen, die Objekte tatsächlich unsichtbar macht. Gut, um ein paar ausflippende Tarnkappenfans vor ihren Rechnern wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzuholen: Die Tarnkappe macht Objekte nur im Mikrowellenbereich unsichtbar. Das normale sichtaber Licht, das wir sehen, erfasst die Dinge immer noch gnadenlos.

Die Form der Tarnkappe ist auch etwas gewöhnungsbedürftig: Sie sieht aus wie eine Badematte. Viel Paltz zum Verstecken ist auch nicht, nur ein paar Zentimeter oder so. Falls also jemand jemanden verarschen will, der nur im Mikrowellenbereich sehen kann, indem er ein Spielzeugauto unter der Tarnbadematte versteckt und sich schon immer fragte, wie er das machen soll: Das ist deine Chance.

Wer jetzt noch vorm Rechner sitzt, kann ja meinen weiteren Ausführungen folgen: Ich frage mich die ganze Zeit eines: Kann man Sachen nicht auch einfach so unter einer Badematte verschwinden lassen? Ich möchte den werten Forschern ja nicht zu nahe treten, aber wenn man irgendetwas unter eine Badematte legt, sieht man es tatsächlich nicht mehr! Es ist wie weg! Klar, da ist dann eine kleine Beule in der Badematte, aber undefinierbare Beulen ist man ja von der Welt und dem eigenen Körper ohnehin so gewohnt, dass man sie kaum noch wahrnimmt.

Ich möchte also mitteilen: Es gibt die Tarnkappe schon, ja und nicht nur eine, es gibt unzählige von diesen verfluchten Dingern: Tausende, ja Millionen von Badematten! Und ich möchte jetzt noch einen schritt weitergehen: Wenn man sich an den großen Schriftsteller Douglas Adams und sein wunderbares Buch: „Per Anhalter durch die Galaxis“ erinnert und die Erläuterung darin, dass Handtücher eigentlich zu allem zu gebrauchen sind, dann kommen auch noch Handtücher als Tarnkappen in Frage!

Verrückt oder? Wir können so eigentlich alles verschwinden lassen: Flecken, kleine Geschwister, den Bundestag. Man braucht nur das passende Handtuch und schon…ist es weg!

So ein bisschen ehrfürchtig ist mir jetzt schon zumute. ich komme mir vor wie Edison, als er die erste Glühbirne in Betrieb nahm und gleichzeitig wie Christo und Jeanne-Claude, als sie einander sagten: Lass uns einfach den Bundestag verpacken! Du machst das doch auch immer so schön bei Geburtstagsgeschenken, Darling!

Wenn ich es jetzt noch schaffe, ein bisschen Nasenrotz in einem Taschentuch verschwinden zu lassen, flipp ich aus!

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