Sonett vom strengen Wurm und vom siechen Philosophen

Es sprach ein Philosoph: Ich hasse dieses Wetter!

Es sprach ein Regenwurm: Ich lieb es jedoch sehr!

Darauf der Denker baff: Du sprichst mein tierisch Vetter?

Der Wurm denn stolzgeschwellt: Kennst du mich nicht woher?

 

Der Grübelnde verworren: Was meinst du kleiner Spötter?

Der Wurm nun gnadenlos: Dein Opa bin ich Peer!

Ich ward wieder geboren und sprech zu dir als Retter!

Drauf Peer nun schwieg, verballert, sein Kopf schon wüst und leer.

 

Nur Opa Wurm sprach nun voll Zorn: Du hast nicht alle Tassen

Mehr beieinand‘ in deinem Kopf, der Geist hat dich verlassen!

Du bist sehr krank, du lagst zu lang im elfenbeinern Turm!

 

Peer trotze ihm: Zuerst mein Wurm, beweis mir diesen krassen

Befund. Darauf der Wurm sehr schnell: Das wird sich zeigen lassen:

Du stehst im Regen ohne Schirm und sprichst mit einem Wurm.

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