Elegie für einen Storch

Ein Storch steht traurig auf dem Feld

sein Vetter ist dort jüngst zerschellt.

Er glaubte wohl, er lande weich,

doch spielt ein Schild ihm einen Streich:

Man sah darauf ein Feld voll Kissen,

nur war der Storch nicht so gerissen,

dies Schild, das Menschen wohl entwarfen

als Weichspül-Werbung zu entlarven. 

Nun wird ihn wohl sein Vetter rächen

und einem Mensch den Schnabel brechen.

2 Kommentare zu „Elegie für einen Storch“

  1. Lächelnde, hintergründige Gedichte habe ich gefunden.
    Eines schmunzelnder als das andere.
    Ein zerschellender Storch wird mir nie mehr gegegnen…

    Die scheinbare Verrücktheit in den Gedanken gefällt mir, spricht mit mir und gibt viele kleine und größere Impulse…

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