Ich habe es getan. Ich habe mein Schicksal in die Hände einer Maschine gelegt. Bevor ich in Urlaub fuhr, stellte ich auf meinem Mail-Server ein, dass an Leute, die mir eine Email schicken ebenfalls eine Email verschickt wird, in der ich Ihnen mitteile, im Urlaub zu sein.

Den ganzen Urlaub über rätselte ich, wieviele Menschen mir nun Emails schreiben würden und sich mit der Abwesenheitsnachricht auseinanderzusetzen hätten. Ich stellte mich ein auf lange nachzulesende Nachrichtenketten: „Hallo, wir würden Sie gerne das Drehbuch für den neuen Spielberg schreiben lassen. Wir finden, man sollte auch mal einem völlig Unbekannten, der zwar noch nie so etwas gemacht hat, aber dennoch talentiert erscheinen könnte, eine Chance geben. Mfg etc. …. Nett, die Idee mit dieser Abwesemheitsmail. Sie müssen aber keine Angst vor uns haben. Meilden Sie sich doch einfach. … Wir machen uns nun so langsam doch ein wenig Sorgen. Vielleicht stört es Sie ja, dass wir vergessen haben, die Summe zu nennen, mit der wir Sie entlohnen wollen: Ein Vorschuss von zwei Millionen sollte Ihnen die Entscheidung erleichtern. … Da Sie sich immer noch nicht gemeldet haben, gehen wir davon aus, Sie noch nicht überzeugt zu haben und erhöhen unser Angebot auf drei Millionen…. Vier?… 18?…“  – Und an diesem Punkt der Verhandlung wäre ich dann aus dem Urlaub zurückgekommen und hätte nur nochja sagen müssen.

Die Wirklichkeit sieht anders aus. Es ist nicht viel passiert. Keine Anfrage, ob ich als Seiteneinsteiger nicht Kultusminister werden wolle. Alles beim Alten. es hätte schlimmer kommen können.

Wenigstens hat man meine Abwesenheit nicht als Zustimmung zu lebenslangen Handyfabrikabonnements gelesen oder mich für tot erklärt.

Offensichtlich sind auch andere Leute in Urlaub gefahren.

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