Bin im Urlaub

Ja, jetzt bin ich eine Woche weg und wenn sich nicht irgendjemand dreistes hier reinhackt, wird also eine Woche nichts Neues hier zu lesen sein.

Es ist mein erster richtiger Urlaub seit acht Jahren oder so und ich blicke der Woche in Südfrankreich mit einer Mischung aus Vorfreude und Panik entgegen. Soweit ich weiß ist Frankreich aber nach wie vor ein recht urlauberfreundliches Land, in dem niemand entführt wird. Kannbibalen gibt es dort auch nicht. Eigentlich langweilig. Vielleicht sollte ich irgendwelche Wertgegenstände mitnehmen, um sie mir klauen zu lassen. Dann hätte ich wenigstens ein bisschen was zu erzählen. Habe leider keine Wertgegenstände.

Ich hoffe aber, dass mein Urlaub etwas chaotischer verläuft als der, über den man hier auf Spiegel Online lesen kann: Da hatte ein junger Mann die komische Idee auf der Gorch Fock anzuheuern. Dem berühmten Ausbildungsschiff für Marineoffiziere. Schon seltsam, was junge Leute so im Kopf haben. Ist aber ein lesenswerter Artikel dabei rausgekommen und der junge Mann musste glaube ich nicht mal jemanden dafür erschießen. ich hatte nach der Schule ja die Idee Zivi zu machen, hat auch teilweise funktioniert. Ich musste aber wirklich arbeiten und mir nicht von Vorgesetzten sagen lassen, dass ich eine Bügelfalte zu wenig in der Hose hatte, um das dann als besonders abhärtendes Erlebnis anzusehen. Aber ich bin ungerecht. es liest sich wirklich ganz amüsant. Am besten die Beschreibung von einer Diaschau, bei der man den jungen Soldaten Dias mit den Folgen von Geschlechtskrankheiten zeigte. der junge Mann verschweigt allerdings, wie es dann selber bei seinem Landgang so gelaufen ist, verdächtig.

Ich werde morgens einfach schlechtgelaunt aus meinem Zelt humpeln und warten , bis die Sonne mich fröhlich stimmt und mich dann über alles freuen. Frühstück, Landschaft, Freunde, Kühe, Schafe, Büsche, schlechtes französisches Bier. Einfach alles. Und wenn ich wieder da bin, habe ich dann so viel von der Freude verbraucht, dass ich mich hier wieder über seltsame Nachrichten aufregen kann. Das Leben kann so einfach sein.

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