Unser allseits beliebter Ministerpräsident, der es schon fast schaffte, Filbinger zum leidenschaftlichen Antifaschisten zu erklären und ansonsten den Rest der Republik mit seiner Betonfrisur zu erheitern, die perfekt mit seiner auch ansonsten steifen Figur harmoniert, ist nun in Urlaub gefahren. In Den Caming-Urlaub. Bild hat ein paar sehr neckische Bilder und ein bisschen Text darüber ins Netz gestellt.

Beeindruckend, wie dieser Mann es schafft, selbst in der Badehose noch so auszusehen, als würde er gerade freudestrahlend ein neues Einkaufszentrum eröffnen, von dem er selbst weiß, dass es in drei Wochen wieder bankrott gehen wird. Eigentlich keine schlechte Idee: Man fährt mal in den Camping-Urlaub und wird sogleich als volksnaher Politiker wahrgenommen, mit dem man bei einem Bier munter über die Deppen in der Regierung fachsimpeln könnte.

So kann man auch lesen, dass Öttinger es sich nicht nehmen lässt, die normale Dusche des Camping-Platzes zu benutzen. Wäre allerdings interessant zu erfahren, wer ihm zeigt, wie man einen normalen Wasserhahn aufdreht. Außerdem hat er dann auch noch frische Brötchen für seine ganze Truppe geholt. Das ist schon mal eine Schlagzeile wert, wenn ein Ministerpräsident so was macht. Brötchen holen! Ich sehe Öttinger förmlich vor mir, wie er sich todesmutig durch die Straßen schlägt, zehn ausgehungerte Vampire erledigt und es schließlich schafft, dem bösen Bäckerdrachen 20 Brötchen aus seiner Höhle zu mopsen. Dieser Öttinger, ein Held des Alltags.

Nein, man ist schon versucht, sich zu fragen, ob die 5 befreundeten Familien, mit denen Öttinger da angeblich campt, nicht zufällig aus ein paar Bildredakteuren bestehen.

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