Bücher, die man auch mal schreiben könnte – XX

Der Morgenmuffel

Gustav Trumpf steht auf und die Welt geht unter, zumindest für ihn und das jeden Morgen. Beim Aufstehen springt er auf der falschen Seite aus dem Bett und knallt in vollem Schwung gegen die Wand, wobei nur sein linkes Bein verschon bleibt, auf dem er dann in die andere Richtung davon Hüpfen kann, wobei er mit dem kleinen Zeh an jeder Ecke der Wohnung anstößt. Gustav ist glücklich. So einen schönen Morgen hat er schon lange nicht mehr erlebt. Sonst wacht er auch gerne mal in einem vollgpissten Bett auf, um dann festzustellen, dass er nicht mal selber sein Bett eingesaut hat, sondern sein Vermieter, der besoffen vor ihm steht und ihn Agathe nennt und ihn bittet, ihn mit dem Staubwedel zu bearbeiten, dann schlagartig wieder zu Bewusstsein kommt und ihn prompt beschuldigt, an allem Schuld zu sein. Eine seltene Krankheit sorgt dafür, dass Gustav stets nur den Morgen eines Tages wirklich beio vollem Bewusstsein erlebt. Er arbeitet als Schrankenwärter an einer Schranke, die auch ohne ihn funktioniert.

Das Wetter

Ein meterologisches Epos. Ein Buch für Menschen, die den Smalltalk lieben. Endlich nicht mehr nur sagen: Schöners Wetter was? sondern: Das ist jetzt ein bisschen wie auf Seite 213 von „Das Wetter“, wo die Kumuluswolke den Berggipfel streichelt und dann geteilt wird….

Der Dekonstrukteur

Ein Horror-Reißer über einen vom Teufel besessenen Philosophiestudenten, der Menschen vernichtet, indem er ihnen nachweist, dass sie nichts weiter als ein Diskursereignis sind, ein Zeichenbündel. Die Menschen fallen ihm reihenweise zum Opfer. Überzeugt von der eigenen Diskursivität begehen sie allerlei Schandtaten: haha, sie können mir gar nichts! es ist alles nur ein Diskurs, verstehen Sie? Ich werde diese langweilige Story, in der wir alle leben, jetzt mal ein bisschen aufmöbeln! Schließlich taucht eine Art Superheld auf, der Ich-bin-keine-Pfeife-Mann und erklärt den Menschen, dass der Dekonstrukteur selber nur ein Diskursereignis ist, woraufhin alle einsehen, dass der Dekonstrukteur ja auch alleine Scheiße bauen kann als Salz in der Diskurssuppe. Der Dekonstrukteur bekommt also eine Festanstellung bei der Deutschen Bahn und begeht ab und zu ein Verbrechen, um die Welt in Schwung zu halten.

Das Buch ohne Perspektive

Ein Roman mit einem ganz innovativen Konzept: Es gibt keine Erzählperspektive mehr, oder nur eine ganz verwirrende: Ich sagte zu mir: Du bist aber ein Blödmann! Der Typ war echt voll durchgeknallt, redete mit sich selber, also mit mir und ich wollte eigentlich Herbert meinen Regenschirm übern schädel ziehen. Herbert war echt verzweifelt, als er merkte, dass Peter mit seinem Regenschirm auf mich einschlug. Ich vesuchte natürlich ihn daran zu hindern, aber Herbert verzweifelte fröhlich weiter, wie ich das immer machte, wenn ich mich in Verzweiflung suhlen konnte. Die Leute sagten immer: Mensch Susi, komm mal wieder runter von deinem Verzweiflungstrip, aber Herbert sah das nicht ein. …

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