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1–2 Minuten

Sido, der ultraharte, um nicht zu sagen viagramäßige Rapper, erzählt nun seine Lebensgeschichte. Das könnte sich so anhören:

Ja, war schon hart damals bei uns im Ghetto. Ich musste früh lernen, mich durchzusetzen. Zum Beispiel als Karl-Gustav mir mal eine Macker in mein Tennis-Rackett machte. Da hab ich nicht lange gezögert, sondern bin sofort knallhart zu meinen Eltern gegangen und hab denen gesagt, die sollen mal Karl-Gustavs Eltern sagen, dass das echt nicht in Ordnung ist. Hat der Vater von Karl-Gustav dann voll opfermäßig von seiner Haftpflicht zahlen lassen.

Beim Jugendgolfen hab ich dann auch den krassen Bushido kennengelernt. Der hatte echt ein krasses Handicap. Hing schon damals mit voll kaputten Typen rum. Der kannte schon n paar Jurastudenten aus so ner Verbindung.

Wir sind dann immer mit unserer Gang losgezogen und haben uns erst mal n paar neue Hemden rausgelassen und n bisschen Veuve-Clicquot dazu gezogen. War echt ne krasse Zeit. Haben auch viel geklaut. Ich hab immer die Aschenbecher im Restaurant mitgehen lassen. War halt damals schon voll kriminell.

Dann sind wir natürlich in die USA, um den richtigen Style abzuchecken. Saßen dann alle in so ner Klasse für Hochbegabte in Harvard. Mann, wie wir unsere Professoren gedisst haben. Ich hab mal einem bewiesen, dass er in nem Aufsatz zwei Anmerkungen vertrauscht hatte, da war ich dann für ein Trimester der King.

So ungefähr geht das dann weiter. Schon ein harter Kerl dieser Sido. Vielleicht macht er bald auch noch ne Sushi-Bar auf, dann ist aber Ende der Fahnenstange.

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