So. Geschafft. Habs hinter mir. Bin fertig. Puh. Kann meine Hand nicht mehr fühlen nach fünf Stunden Klausur (Wie enrst das gemeint ist, sieht man daran, dass ich schon wieder was schreibe.) Mein Thema war ja „Thomas Manns Erzählungen“. Hab also alle Erzählungen von Thomas Mann gelesen. Einmal. Zweimal. Vorwärts. Rückwärts. Im Zickzack. Auf dem Kopf. Besoffen… und was kommt dran??? Der Tod in Venedig! Na toll. Da liest man selbst die entlegensten Texte und dann kommt ausgerechnet der text dran, den sowieso jeder kennt. Konnte gar nicht mit meinen Spezialkenntnissen über Wgner, Nietzsche und Schopenhauer glänzen. So ein Mist.

Ist doch gemein. Ist doch echt gemein, dass die einem das so einfach machen in der Klausur. Echt ey. Ich hätte es gerne schwieriger gehabt. So nach dem Motto: „Analysieren Sie die Figur der abwesenden Frau in „Herr und Hund“, gehen Sie dabei auch auf Tiefenpsychologie ein und beziehen Sie ihre Ergebnisse auch noch auf 10 andere Erzählungen Thomas Manns ihrer Wahl, außer Luischen und der Kleiderschrank, die sind verboten“ so was wäre doch schönb gewesen, aber nein, es muss mal wieder einfach sein, damit auch jeder, also auch ich zum Beispiel, ein gutes Examen schreibt.

„Der Tod in Venedig“! Das ist ungefähr so, als würde man einen Automechaniker ein Fahhrad reparieren lassen oder würde man einem Sänger sagen, er soll jetzt mal was ganz Neues machen: Singen oder als würde man … ach Mann ich bin einfach sauer!

Die Welt soll kompliziert sein und mich vor Herausforderungen stellen! Menno! Es kann doch nicht einfach alles glatt laufen!…. 

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2 responses to “Schriftliches Examen II”

  1. Lass mich dein Tadzio sein, Harald von Aschenbach!

    :-P

  2. Na, wenigstens eine konkrete Fragestellung! Auf meinem Aufgabenblatt standen die Themengebiete (wir mussten drei vorbereiten, und aus zweien in der Klausur eines auswählen) wortwörtlich so, wie ich sie beim Prof eingereicht hatte. In deinem Fall hätte sie, formuliert von meinem Prof, wohl gelautet: „Thomas Manns Erzählungen: Vergleichen Sie!“. Ich war auch leicht konsterniert. Aber man weiß es eben nicht vorher.

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