Bücher, die man auch mal schreiben könnte V

Suspense

Ein Buch, in dem einfach alles spannend ist: „Der Mann, der seit zwei Sunden verzweifelt versuchte, sich an seinen Namen zu erinnern, der ihm die ganze Zeit über schon auf der Zunge lag, sah einen Gegenstand vor sich auf dem Boden liegen. Vorsichtig näherte er sich dem schmutzig weißen Ding, bereit jedem überraschenden Angriff zu begegnen, doch es handelte sich nur um eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe, die allerdings noch glühte! Der Raucher der Kippe konnte also noch nicht lange weg sein, womöglich wartete er schon hinter der nächsten Straßenecke mit einem Hackebeil! Zentimeterweise schob der Suchende seine Füße tastend auf der Straße vorwärts, dabei immer die dunklen Fenster im Blick behaltend, als in einem das Licht anging! Jede Faser seines Körpers anspannend wandte unser Held langsam den Kopf, um den Grund der plötzlichen Illumination zu ergründen, dabei jedoch auch den Weg vor sich nicht aus den Augen lassend, was ihn scheußlich schielen ließ. Das Licht erlosch so schnell wie es angegangen war und auch das gab Grund zur Besorgnis: Wer macht denn so schnell ein Licht an und aus? Seitwärts die Straße entlanggehend, so dass er gleichzeitig das hinter ihm zurückbleibende Fenster und die nahende Straßenecke im Auge hatte, erörtete unser Held weiter das Geheimnis seiner verlorenen Identität: War er ein Geheimagent, den man einer Gehirnwäsche unterzogen hatte? Hatte er vielleicht einfach einen Blumenkübel auf den Kopf bekommen? Er hatte die Ecke erreicht. Seine Angst an den Rand seines Bewusstseins verbannend machte er den entscheidenden Schrit, nur um zu erkennen, dass dort niemand hinter der Ecke stand. Erleichterung mischte sich mit der bangen Frage, wo der Raucher hinverschwunden war und den weiteren schon angesammelten Fragen, wie zu Beispiel: Warum das Auto vorhin so langsam an ihm vorbeigefahren war, woher die Katze gekommen war, die vor zwei Stunden vor ihm über die Straße gelaufen war… Peter. Peter hieß er. Unverhofft war ihm seine Identität wieder eingefallen. Er hieß Peter war Maurermeister, hatte zu viel getrunken und las leidenschaftlich gerne Krimis, was ihn manchmal dazu veranlasste, die Dinge etwas zu dramatisieren. Kopfschüttelnd trottete er nach Hause und dachte: Zum Glück bin ich nicht die Hauptfigur von einem Krimi, so was würde doch nieman lesen…“

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