Elfenliebe

Es war ein wundrschöner Tag im wunderschönen Land der Elfen. Moni schlief ihren Kater aus und dachte an nichts Böses, als Günni auf einmal in ihre Baumhöhle stolperte und sie mit folgender atemloser Tirade überfiel: „Glaubste nich, … neee!… Wahnsinn….Pass auf!…Also…“ „Ja schon gut mein Kleiner.“ seufte Moni, die versuchte, Günni keine reinzuhauen, weil er ihre Kopfschmerzen noch schlimmer gemacht hatte. „Erst atmen dann sprechen. Du schnaufst ja wie eine alte Lokomotive mit Dampfkesselasthma. Was ist denn los?“

„Ria!..“ „Ja klar Ria, wer auch sonst, gehts hier eigentlich um was anderes als Ria?“ fragte Moni, die ihre beste Freundin zwar gerne hatte, es aber oft ziemlich anstrengend fand, dass sich alles immer nur um die kleine Elfin mit den besonders spitzen spitzen Öhrchen drehte. „Ria hat nen Freund!“ „Ja, das ist ja ganz was Neues.“ Entgegnete Moni dem japsenden Günni und fragte sich, ob Ria eigentlich irgendwann mal keinen Freund gehabt hatte, wobei ihr bis heute nicht klar war, wie man einerseits so sprunghaft in der Wahl seiner Partner sein konnte und diese andererseits schon nach fünf Minuten Vorspiel als seinen „Freund“ bezeichnen konnte.

„Also sie hat einen Freund, na und?“ „Ja, aber nicht irgendeinen!“ „Ja, ich weiß, diesmal ist alles anders, das ist der eine, der so anders ist als alle anderen und nicht nur mit ihr ins Bett will und so sensibel, er hat sie sogar gefragt wie sie heißt, bla bla bla, hab ich alles schon zehn Mal gehört. Also was ist jetzt die tolle Neuigkeit?“

„Sie ist mit Horst zusammen!“ „Horst? Ich hab noch nie was von einem Elfen gehört, der Horst heißt.“ „Ist auch kein Elfe, ist ein Zombie!“ Jetzt war Moni wirklich überrascht, sie war so überrascht, dass sie Günni fast den Arm brach als sie ihn packte und ihn anschrie: „Was?!? Mit einem Zombie? Ria?“ „Ja, also wie gesagt, er heißt Horst und sie meint,  er

 wäre so ein toller Kerl und er würde immer so gut zuhören und so..“

Das mit dem Zuhören überraschte Moni nicht besonders, schließlich pflegen Zombies selten zu sprechen, aber wenn es überhaupt irgendein Kriterium bei Rias Partnerwahl gegeben hatte, war das bisher immer das Äußere gewesen und ein Zombie, na ja…

Zum Glück kam Ria gerade selber des Weges geschlichen und wurde sofort von beiden belagert: „Und? Wieso? Was? Verrückt?“ Nachdem die beiden aufgehört hatten Ria zu schütteln und sie wieder so gerade stehen konnte, dass sie in der Lage war zu sprechen, sagte sie: „Horst? Wer ist denn Horst?“ „Na, der Typ, mit dem du zusammen bist!“ Ria seufzte nur müde und meinte: „Horst, das ist ja schon Ewigkeiten her! Das war gestern!“ „Ja und, wie wars?“ „Na ja schon krass… Ich hab mit ihm geredet!..So was Perverses mach ich sonst gar nicht…“

Moni schüttelte den Kopf, Ria und ihre Typen, das war einfach nicht ihre Welt. Wie konnte man nur so verantwortungslos mit seinem Leben umgehen? Sie schnappte sich Günni und die beiden gingen einem ihrer anspruchsvollen Hobbys nach, die Ria viel zu spießig waren. Sie packten ihre Bungee-Jumping-Sachen ein und Moni meinte noch zu Günni: „Und vergiss nicht wieder, das LSD einzupacken!“ Kopfschüttelnd über das wilde Leben ihrer Freundin zogen sie von dannen.

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2 Kommentare

  1. Heiner · Dezember 5, 2007

    Wie war das mit LSD… ?

  2. franzi · Dezember 5, 2007

    Horst ja? ^^
    also von Ria will ich mehr lesen :p

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