Zu Hause – Tag 755/ 756

Gestern Abend moderierte ich noch den Poetry Slam im Landestheater. Daher war später keine Zeit mehr für einen Beitrag hier. Der Slam war sehr gut, so wie ihn sich die Urväter und -mütter der Veranstaltung ihn immer gewünscht haben: Es gewann eine 86-Jährige und es war ihr erster Slam-Auftritt.

Davor hatte sich uns noch eine neue Babysitterin vorgestellt, die die Kinder spontan ins Herz schlossen. Sie half auch sehr gewissenhaft beim Lego-Bauen und las vor wie gewünscht.

Heute morgen kamen die Kinder etwas schwer aus dem Bett. Im Kindergarten meinte der Erzieher zum Sohn nur: „Also Bäcker kannst du wohl nicht werden.“

Ich hatte den Tag über Zeit für verschiedene Projekte. Nachmittags erwartete mich die Tochter schon in der Kita. Wir holten zusammen den Sohn ab, der wie immer gar nicht mehr weg wollte. Ich überredete die Kinder zu einem Spielplatz-Besuch, wo wir den halben Kindergarten und ein viertel der Kita wieder trafen.

Die Kinder saßen alle zusammen, also ungefähr zu sechst in der großen Schaukel und riefen „Kecker! Kecker!“, was in ihrer neuen Geheimsprache „Schneller! Schneller!“ heißt. Die Tochter sang noch für alle und dann schrien alle aus Spaß durcheinander.

Wir machten uns auf den Heimweg. Bald kam auch die Mutter von der Arbeit heim. Wir aßen Suppe von der Oma, der Sohn baute weiter Lego, die Tochter ließ sich ins Bett bringen und konnte sich nicht entscheiden, welches Elternteil ihr etwas vorsingen sollte.

Der Sohn erklärte uns noch, wie er eine Vier malt: Er dreht das Blatt und malt eine Sieben. Wenn er das Blatt umdreht, sieht das aus wie eine verkehrte Vier. „Ja, das ist halt eine Flachvier!“ erläuterte er uns.

Er spielte noch ein kleines Memory mit mir, das er gerade aus einem Bastelheft ausgeschnitten hatte, legte die Karten nebeneinander in zwei Reihen und sagte: „Die Bilder liegen nicht nebeneinander.“ Ich deckte also eher über Kreuz auf, bis ich erkannte: Die passenden Bilder lagen natürlich genau nebeneinander, aber der Sohn hatte mich ausgetrickst, um auf jeden Fall zu gewinnen. Ich lobte ihn für seine Verschlagenheit.

Danach ging er ins Bett, wobei er mich daran erinnerte, dass wir die Gute-Nacht-Geschichte nicht vergessen durften. Jetzt schläft er und ich bald auch.

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