Heute erwartete mich ein reich gedeckter Gabentisch zum Frühstück. Besonders die Kinder hatten sich auf meinen Geburtstag gefreut. Der Sohn überreichte mir mehrere Umschläge mit Geschenken, die er selber verpackt hatte: Stifte, Spitzer und Ähnliches. Damit ich ihm auch in Zukunft Listen von Insekten aufschreiben kann. Schon jetzt flüstert er mir gerne Dinge ins Ohr wie: „Eichenprozessionsspinner“.

Die Tochter freute sich, dass sie auch eines meiner Geschenke mit auspacken durfte und als darin noch Schokolade war, brachen beide Kinder in Jubelgeschrei aus. Die Mutter fuhr etwas später zur Arbeit. Ich überredete irgendwie die zwei Feierwütigen trotzdem in die Kita zu gehen. Die Tochter nahm wieder ihre Puppe mit, die wir am Nachmittag leider vergaßen, was Abends für ein großes Drama sorgte.

Ich widmete den Tag einer Präsentation zum Thema Erzählstruktur, was länger dauerte als gedacht, weil die Software sehr langsam war. Dafür kann ich morgen aus dem Vollen schöpfen im Storytelling-Seminar.

Nachmittags holte ich die Kinder ab. Die Tochter war kurz vor meiner Ankunft eingeschlafen. Die Erzieherinnen schlugen mir ernsthaft vor, ich solle sie doch noch schlafen lassen. Ich lehnte dankend ab. Sonst wäre die Kleine wohl vor zehn nicht schlafen gegangen. In der ganzen Aufwachaktion vergaßen wir besagte Puppe.

Der Sohn wollte mal wieder gar nicht gehen, weil er noch mit Autos spielte, aber irgendwie kamen wir trotzdem nach Hause und aßen den guten Schokokuchen der Mutter.

Abends gab es noch vegetarisches Chili für die Eltern. Die Kinder hatten keinen Hunger mehr. Die Tochter rastete aus, weil ihre Puppe nicht da war und wollte aus Protest keinen Schlafsack anziehen. Der Sohn musste unbedingt noch ein Ausmalbild machen, wir Eltern waren müde. Jetzt schlafen alle außer mir.

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