Gestern war ich wieder länger außer Haus. Ich traf nach dem Tai Chi noch ein paar Freunde, die gerade stolz von ihrer Booster-Impfung kamen. Den Tag verbrachte ich mit dem Sohn, der die meiste Zeit krank auf dem Sofa lag. Die Nacht davor war schlecht gewesen,viel gehustet, wenig Luft bekommen und mich dazwischen mit verschiedenen Aufträgen durch die Wohnung geschickt.

Nachdem die Tochter ihre Bindehautentzündung wieder hinter sich hat, hat jetzt also der Sohn mit irgendeinem neuen Infekt nachgezogen. Corona scheint es nicht zu sein. 

Zumindest teilt der Sohn an so einem Tag auch seine gesammelten Weisheiten mit mir, wie diesen Ausspruch: „Eichhörnchen ziehen sich nicht an, sie haben, was sie brauchen.“

Heute war der Sohn schon munterer. Ich musste viel vorlesen und ein Gebirge aus Lego mit ihm bauen. Später ging es in die Stadt. Wir fuhren mit dem Kinderwagen an der Kita vorbei, wo die Tochter uns durch die Scheibe sah. Ich hoffe, sie war nicht allzu traurig.

Der Sohn und ich kauften neue Bastelbücher, was ich sehr gut fand, weil ich mal eine Pause vom Vorlesen brauchte. Passend zu seinem Zustand im Hotel Papa, lasen wir davor noch den Klassiker „Das Schlaraffenland“ von Hans Sachs.

Wieder zu Hause wurde dann eifrig gebastelt. Klare Aufgabenteilung: Einer schneidet aus, einer klebt ein. Später holten wir die Tochter ab, die mal wieder keinen Mittagsschlaf gemacht hatte. Beide Kinder spielten, während der ich die Bolognese kochte, die der Sohn sich gewünscht hatte.

Er bot der Tochter noch etwas von der Mandarine an, die er gerade aß und sagte: „Beiß hier rein, beiß hier rein, sonst mach ich es ganz allein.“

Die Mutter kam heim, wir aßen. Der Sohn hatte auf einmal wieder hohes Fieber. Also morgen wohl noch ein weiterer Krankentag zu Hause. Die Tochter drehte nochmal richtig auf und kniff zum Spaß alle reihum in Arme und Beine. Sie durfte sich noch in einem großen Pappkarton verstecken, den der Sohn dann immer umwarf, was absurderweise Spaß zu machen schien. Zu guter letzt spielten die beide noch Tauziehen, dann ging es schnell ins Bett.

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