Ein bisschen durfte ich ausschlafen heute. Bis um acht. Dann weckte mich der Sohn und sagte: „Papa! Ich bin wa-ach!“ Wir starteten in den Tag mit Puzzlen. Die Tochter weckte auch sehr bald die Mutter. Wir frühstückten zusammen, wobei die Mutter und ich den Platz tauschen mussten. Der Sohn wünscht sich Abwechslung.

Nach dem Frühstück brachen wir auf nach draußen in den Hof zur ersten großen Mission des Tages: Das Spielhäuschen aufbauen. Ich schraubte alles zusammen. Die Mutter hielt mir Wände und das Dach, während die Kinder um uns herumturntten, Schrauben versteckten und sich umschuckten. Jetzt steht das Haus und ich hoffe, es ist wetterfest genug,, um den Winter zu überstehen da draußen neben dem Sandkasten.

Nach dem Mittagessen brach ich auf zu einem Kollegen, um bei ihm aus dem Keller eine Streaming-Show für ein Selbsthilfegruppenzentrum zu senden. Wir waren eingeladen worden, die virtuelle Selbsthilfewoche mit unseren Versen zu bereichern. Wir hatten sieben bis zehn Zuschauer und sendeten eine Stunde wacker in den Äther. Auf der Bühne mit Applaus ist schon schöner.

Ich fuhr wieder heim und kochte Bolognese. Die Kinder spielten noch mit dem Styropor, in das Teile des Häuschens verpackt gewesen waren. 

Beim Abendessen sagte der Sohn spontan und ohne Ankündigung ein Gedicht auf über das Laternenfest. Hatte er im Kindergarten gelernt. Ich war gerührt und stolz. 

Nach dem Essen saugten Mutter und Sohn das Styropor noch auf. Außerdem wurde noch ein Möbel mit Filzuntersetzern versehen, woraufhin die Tochter durch die Wohnung tanzte und „Hurra! Hurra!“ rief. War ihr wohl sehr wichtig, dass die Möbel nicht mehr so über den Boden kratzen. Ich las den Kindern noch vor, bis sie nur noch auf mir herumtobten.

Danach ging es schnell ins Bett.

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