Nachmittags kam die Mail von der Kita: Es gibt einen ersten Corona-Fall. Ich holte den Sohn aus dem Kindergarten, die Tochter aus der Kita und ging mit beiden zur Schnelltest-Station, wo wir die halbe Kita wieder trafen. Die Tochter braucht nämlich für morgen einen offiziell bestätigten Schnelltest, um wieder in die Kita zu dürfen.

Das größte Problem bestand darin, überhaupt testen lassen zu dürfen. Die Tochter hatte vergessen, ihren Ausweis mitzubringen. Das fand die Frau von der Teststelle sehr verwirrend und musste erstmal telefonieren. Die Antwort war: Weil wir alle in einer großen Gruppe aufgetaucht sind, geht das jetzt auch so. Vielleicht, weil wir uns quasi gegenseitig die Identität unserer Kinder bestätigen. Mal schauen, was beim nächsten Mal das Problem ist. Vielleicht, dass das Kind nicht ordentlich unterschreiben kann oder dass es keine Einkommenssteuer zahlt.

In der Warteschlange klaute mir die Tochter noch die Maske, der Sohn haute damit ab und lief quer über den Platz.

Danach mussten wir noch auf das Testergebnis warten, weil wir ja ein unterschriebenes Dokument brauchten. Die Tochter absolvierte ihren Test übrigens problemlos. Der Testende schob das Stäbchen sogar weniger weit in die Nase als wir das zu Hause machen.

Wir warteten auf dem Spielplatz, wo beide Kinder beide auf den Arm wollten und beide in den Kinderwagen. Als wir endlich heimkamen, war ich mit den Nerven völlig am Ende.

Die Mutter kam heim. Es gab noch Essen. Danach drehten die Kinder wieder komplett durch. Außerdem stellten wir fest, dass es vielleicht gar nicht so sinnvoll ist, die Tochter morgen in die Kita gehen zu lassen. Die ganze Aktion war also völlig überflüssig. 

Die Kinder verteilten noch Spielzeug in der Wohnung. Die Tochter ging schlafen. Der Sohn war so aufgedreht, dass daran nicht zu denken war. Nach Lego spielen, Vorlesen und viel Protest ging es dann.

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