Gestern kam ich nicht mehr zum Schreiben. Es wurde spät nach dem Poetry Slam zur queeren Woche im Sudhaus. Der Slam war sehr schön. Es war nur ein bisschen kalt im großen neu erbauten Sudhaus-Saal. Nach einem kurzen Zwischenstopp zu Hause, bei dem ich den Sohn noch halb ins Bett brachte, ging es weiter in die Stadt zur „Nachbesprechung“.

Der Abend wurde lang und vor allem dadurch noch länger, dass ich unverhofft in einem Club landete, der nächstes Wochenende wieder aufmacht. Dort fand eine kleine Privatparty statt, bei der der Clubbetreiber sehr stolz und immer wieder seine neue Nebelmaschine vorführte. Es war also ein feucht fröhliches und sehr nebliges Erlebnis.

Benebelt erwachte ich wieder, weil der Sohn sich natürlich diesen Morgen ausgesucht hatte, um besonders früh aufzuwachen und sehr vehement einzufordern, ich solle Bücher vorlesen. Die Tochter erwachte zusammen mit der Mutter kurze Zeit später und wir frühstückten zusammen. Nachdem ich ein bisschen von meiner letzten Nacht erzählt hatte, meinte der Sohn, wir könnten den Mann mit der Nebelmaschine ja zu seinem Geburtstag einladen.

Die Mutter hatte noch die spontane Idee, die Kinder zur Abwechslung gleich morgens baden zu lassen. Danach durfte ich ihnen noch Lieder aus dem Liederbuch vorlesen.

Die Tochter machte Mittagsschlaf, ich auch, wobei der Sohn ständig ins Zimmer kam und Sachen versteckte. Beim nächsten Mittagsschlaf wechsle ich das Zimmer, aber diesmal war ich zu schwach.

Nach dem Mittagessen brachen wir auf in die Stadt. Auf dem Spielplatz im Alten Botanischen Garten trafen wir Freunde aus Augsburg samt Kindern.

Der Sohn war ein bisschen melancholisch und wollte lieber mit mir durch den Park und die Stadt spazieren, weil ihm der Spielplatz zu langweilig war. Er sagte: „Ich will in den Kindergarten.“ Er vermisste seine Freunde. Das ist eine ganz neue Entwicklung.

Später waren wir noch auf dem Wasserspielplatz in der Innenstadt, bei dem tatsächlich immer noch das Wasser an ist. Die Kinder hatten zum Glück Gummistiefel an und die Tochter testete, bis zu welcher Wassertiefe sie dicht halten.

Abends holten wir uns eine Falafel und Pommes für die Kinder, die zu Hause außerdem noch einen Rest Maultaschen aßen. Die Pommes waren ihnen vielleicht zu bio. Beide Kinder gingen sehrt schnell ins Bett. Kein Wunder nach so einem Tag, wobei der Sohn schon wieder so ein bisschen warm ist. Könnte auch sein, der nächste Infekt kündigt sich an. Zeitlich würde es ja passen, nachdem der letzte gerade vorbei ist.

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