Morgens war der Sohn sauer, weil er nicht mit dem Dreirad der Tochter zum Kindergarten fahren durfte. Ich musste beide Kinder mitnehmen und ganz ohne Schieben kann er noch nicht fahren. Ich ging einfach los. Nach fünf Minuten und dem halben Weg beruhigte er sich wieder.

Die Mutter war derweil in wichtiger Mission unterwegs: Sie holte unser Auto nach ungefähr sechs Wochen, die ursprünglich drei sein sollten aus der Werkstatt. Ich habe es noch nicht gesehen, aber es sieht wohl aus wie neu.

Die Tochter blieb zu Hause, nachdem sie die halbe Nacht gehustet und geniest hatte. Ich ging mit ihr einkaufen. Im Drogeriemarkt hatte sie ihren eigenen kleinen Einkaufswagen und schlug mir Dinge vor, die ich einkaufen könnte. Ich überzeugte sie davon, nicht die Handcreme mit Orangengeruch mitzunehmen. Dafür durfte sie einen neuen Kinderteller einpacken.

Auf dem Rückweg waren wir noch auf dem Spielplatz. Die Tochter erkletterte unermüdlich die Rutsche und rutschte. Ein kleiner Junge war ganz beeindruckt.

Wieder zu Hause gab es noch Mittagessen. Die Tochter fand so langsam in den Mittagsschlaf. Wir Eltern fanden an unsere Schreibtische. Leider währte der Mittagsschlaf der Tochter nur kurz. Sie erwachte zu früh und hatte sehr schlechte Laune.

Nachmittags hatte ich Gesangsunterricht. Es ging um den Beckenboden und die Schulterblätter. Beides noch da. Die Mutter holte mit der Tochter den Sohn ab. Ich traf mich mit ihnen auf halber Strecke. Mutter und Sohn gingen zum Turnen. Tochter und ich gingen an einen altbekannten Ort: Den Spielplatz. Die Tochter rutsche wieder unermüdlich. Als sie doch müde wurde, gingen wir heim. Auf dem Heimweg wurde sie wieder wacher und meinte, wir hätten noch etwas zu erledigen, ich fragte: „Was?“ sie sagte: „Rutschen!“ Ich ging aber nicht nochmal zurück.

Abends gab es Essen von der Oma, die Tochter tobte noch wild herum. Die Erkältung verstopft zwar ihre Nase, aber hemmt nicht ihre Bewegungsfreude. Der Sohn ließ mich noch einiges vorlesen, das Buch von den viele Häusern und das vom Hasenfranz. Ganz große Literatur.

Die Mutter hatte noch eine kleine Fortbildung am Rechner. Zwischendurch brachte sie die Tochter ins Bett. Die andere Oma bedankte sich beim Sohn noch für das Gemälde, das der Sohn ihr zum Geburtstag geschickt hatte. Danach ging auch er ins Bett.

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