Heute morgen verschlief ich etwas nach einer unruhigen Nacht. Die Tochter durfte krankheitsbedingt zu Hause bleiben, also weckten wir nur den Sohn. Die Tochter stand natürlich von alleine auf, er wie immer sehr zögerlich und bald stellte sich raus: Den kriegen wir heute nicht in den Kindergarten.

Die Erzieherin am Telefon sagte: „Ah, Solidaritätsschmerzen!“, als die Mutter ihr erzählte, das die Tochter krank sei und der Sohn sich deshalb auch krank fühle. Bald stellte sich aber heraus, dass es ihm wirklich gar nicht gut ging. Ihm war nicht schlecht, aber sein Oberschenkel tat ihm so weh, dass er nicht laufen konnte und selbst beim Getragen werden Scherzen hatte.

Zum Glück waren wir schon informiert, dass es so etwas wie „Hüftschnupfen“ und Wachstumsschmerzen gibt, weil der beste Freund des Sohnes neulich etwas ganz Ähnliches hatte. Aber wir waren schon etwas beunruhigt.

Der Sohn verbrachte den Tag komplett auf der Couch. Nachdem etwas Schmerzmittel die Situation verbessert hatte, genoss er den Zustand, glaube ich, auch ein bisschen. Er bekam alles gebracht: Spielzeug, Milch, Essen. Die Tochter war schon wieder recht fit, hatte nur noch etwas Temperatur und verpasste ihren Mittagsschlaf, was die Laune Abends unerträglich machte.

Der Sohn fasste seine Beschwerden so zusammen: „Mein Bein ist schon ganz heiser!“ Nachdem die Tochter schlafen gegangen war, bugsierten wir auch ihn irgendwie ins Bett. Er hörte noch ein paar Peppa-Wutz-Geschichten auf seiner Hörspielbox. Ich hörte ganz gerne zu, weil eine der Figuren von einem früheren Bühnenkollegen von mir gesprochen wird. Danach schlief auch der Sohn langsam aber sicher ein.

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