Ein vorletztes Mal brachten wir die Kinder in Kita und Kindergarten. Es gab wieder die übliche Auseinandersetzung um das Dreirad. Danach hatte ich Zeit, weitere Texte aus dem Seminar zu lesen und Anderes zu tun.

Die Mutter übernahm es, den Kühlschrank zu putzen. Auch noch so etwas, das man vor dem Urlaub erledigt wissen will. Ihr gebührt ewige Dankbarkeit. 

Nachmittags holte ich die Kinder ab. Es zogen schon dunkle Wolken auf, aber die Wetter-App sagte, dass es sich bloß um ein kleine Gewitter handle. Die Tochter war schon etwas müde. Der Sohn zeigte uns seine neuesten Kunstwerke, unter anderem ein an Mark Rothko erinnerndes Wasserfarb-Gemälde mit geometrischen Formen.

Wir landeten noch beim Bäcker. Ich bin froh, wenn diese Mode durch die Ferien mal wieder durchbrochen wird. Die Kinder wollten unbedingt noch dort draußen unter den Sonnenschirmen sitzen, während ich meinte, es würde vielleicht bald anfangen zu regnen.

Nach zehn Minuten konnten wir uns doch losreißen. Wir hatten gerade die halbe Strecke zurück gelegt, da fing es an zu regnen. Ich dachte immer noch an die harmlosen Vorhersagen der Wetter-App, als es richtig losging. Sturzbäche kamen vom Himmel. Trotz Regenjacke war ich klatschnass.

Wir versuchten uns noch unterzustellen, aber das brachte nichts.

Wir gingen schnell heim, waren völlig durchnässt. Und kaum hatten wir die Wohnungstür geschlossen, hörte der Regen wieder auf.

Ich trocknete alles und jeden inklusive mir, die Kinder spielten, die Tochter piesackte den Sohn, ich bereitete das Essen vor.

Die Mutter kam vom Frisör zurück und wir aßen. Beide Kinder wurden noch ein bisschen wild, dann durfte ich ausnahmsweise die Tochter ins Bett bringen, die sofort, als sie die Matratze berührte, einschlief.

Die Mutter versucht gerade noch, den Sohn zum Einschlafen zu bewegen. Hört sich noch nicht nach großer Müdigkeit an. Wir werden sehen…

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