Ein letzter Morgen ohne den Sohn. Ich hatte bei der Tochter geschlafen, damit die Mutter mal eine Nacht Pause hatte. Es ging gut. Die Tochter wachte nur einmal kurz auf. Morgens konnte ich ein bisschen länger schlafen.

Ich brachte die Tochter in die Kita. Sie sagte: „Dreirad!“ und durfte damit zur Kita fahren. Wieder zu Hause hatte ich Zeit, zu schreiben und zu üben. Immer noch etwas schlapp von der Impfung, aber kein Vergleich zu gestern.

Nachmittags holte ich die Tochter ab, die gerade dabei war, immer wieder ihre Schuhe auszuziehen. Wir gingen gleich nach Hause, weil es regnete. Ich las noch viel vor und holte das Liederbuch, weil die Tochter ständig: „Lieder! Lieder!“ sagte.

Gegen später aß sie dann ganz viel Knäckebrot. Ich erkundigte mich bei der Mutter, wann der Sohn und sie kämen. Sie waren auf dem Weg nach Hause. Der Sohn hatte erst gar nicht gehen wollen. Die Mutter hatte zu ihm gesagt: „Aber vermisst du nicht die Mama, den Papa und die Schwester?“ Da sagte er: „Mama, jetzt bekomme ich auf einmal total Heimweh! Jetzt!“ So konnten sie also den Heimweg antreten.

Sie kamen zur Tür herein, der Sohn sah aus, als wäre er ein halbes Jahr älter und war ganz stolz auf seinen Urlaub. Die Mutter spielte mit den Kindern, ich machte das Essen warm und freute ich, dass mal wieder jemand mich zur Seite schubste und sagte: „Ich bin Feuerwehrmann Sam! Ich muss hier durch!“

Zum Essen schnippelte der Sohn noch Kohlrabi, den er von der Oma aus dem Garten hatte und verteilte gönnerhaft die Stückchen. Die Tochter ging früh schlafen. Der Sohn brauchte natürlich etwas länger. Er erzählte noch etwas vom Urlaub. Das Beste war der Besuch im Freizeitpark, wo sie Hirsche und Wildschweine gefüttert hatten. Zumindest hatten sie das heute gemacht. Mal schauen, was ich in den nächsten Tagen noch über den Rest des Urlaubs erfahre.

Vor dem Einschlafen meinte ich noch: „Es ist aber schon spät. Du solltest jetzt mal schlafen. Du musst ja morgen in den Kindergarten.“ Der Sohn meinte nur: „Ja, aber ich kann ja auch im Kindergarten im Ruhekreis noch schlafen.“ Ich muss mal nachfragen, ob er das öfter so macht. Um halb elf war er dann eingeschlafen.

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