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Zu Hause – Tag 459

Gestern Abend kam beim Fußball gucken noch eine SMS von Zu Hause: „Der Sohn hat 38,5.“ Damit war dann klar, wie der heutige Tag ablaufen musste: Der Sohn bekam das Kranken-Wohlfühl-Programm von mir. Die Tochter ging in die Kita.

Wir zwei schliefen aus. Während ich duschte, wollte der Sohn unbedingt in die Badewanne, also bekam er so eine Art Bad light mit halbem Wasserstand und ohne Haare waschen. Während des Frühstücks klingelte es noch, weil uns ein neuer Schrank und zwei Regale geliefert wurden.

Nachdem ich die Pakete in der Wohnung hatte, von denen die Lieferanten meinten, als sie sie unten im Treppenhaus abstellten: „Die sind ganz leicht.“, gingen wir in die Stadt.

Wir gingen auf den ersten Spielplatz, wo gar nichts los war, also ging es direkt weiter. An der Feuerwehr vorbei in die Stadt zur Bücherei. Der Sohn durfte sich ein paar Bücher aussuchen. Er nahm netterweise auch eines für die Schwester mit über Autos.

Wir kauften noch ein bisschen ein. Danach gab es noch ein Eis. Im ersten Café holte nur ich mir ein Eis, weil der Sohn das Eis dort nicht mochte. War etwas peinlich da zu stehen, während der Sohn sagte: „Nein, das Eis von hier will ich nicht!“

Wir gingen noch weiter zu seiner Lieblingseisdiele, „Wo es die Kringel gibt!“. Ich fragte mich die ganze Zeit, was wohl die Kringel sein mochten, in der Eisdiele löste sich das Geheimnis: Mit Kringeln waren Eiswaffel mit Streuselrand gemeint. Die gibt es nur am Haagtor. Der Sohn bekam endlich sein Eis mit einem schönen blauen Kringel an der Waffel.

Wir kehrten nach Hause zurück und bauten zwei kleine Regale auf. Der Sohn half mir und drehte die Inbusschrauben rein. Inzwischen ist er schon eine kleine Hilfe bei so etwas. Vor allem als ich meinte: „Wir bauen das Regal besser da drüben in der anderen Ecke auf.“, nochmal wegging, wiederkam, und mich umschaute: „Wo sind die Regalteile?“ fragte ich. „Die habe ich schon da rüber geräumt.“ sagte der Sohn ganz selbstverständlich. Ich glaube, ich weiß, wer in ein zwei Jahren hier die Regale aufbaut.

Die Regale hatten uns den Rest gegeben. Wir holten die Tochter ab und gingen direkt wieder nach Hause. Die Tochter hatte im Garten der Kita mit dem Schlauch gespielt und mich zur Begrüßung ein bisschen abgespritzt. Sie war geschafft von der Hitze und bekam zusammen mit dem Sohn auch nochmal Eis.

Ich sang ihr vor aus dem Liederbuch. Danach entdeckten die Kinder, wie toll man mit zwei auf dem Boden liegenden Regalen spielen kann. Der Sohn machte Lollis aus Knete, wir versuchten noch zusammen ein Buch zu lesen, wobei immer ein Kind irgendwie ungünstig auf einem anderen lag.

Dann kam zum Glück die Mutter nach Hause, es gab noch schnell Essen, die Mutter bestückte mit den Kindern die neuen Regale und ich ging zum Tai Chi. Zum ersten Mal wieder im Park in Präsenz und nicht am Bildschirm. Es war ganz toll.

Als ich zurückkam, schliefen die Kinder schon.

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