Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 453

Der Sohn durfte heute mit dem Auto zum Kindergarten fahren. Die Mutter nahm ihn auf dem Weg zur Arbeit mit. Ich passte auf die Tochter auf, die ja einen Tag zu Hause bleiben musste. Ich las hundert Mal „Pick, die Henne“ vor, dann gingen wir in die Stadt. Wir kamen noch an der Kita vorbei. Dort kündigte ein Schild an, dass die Kita morgen nur bis 14 Uhr geöffnet ist. Wieder eine Krankheitswelle, die das Personal reduziert. Manchmal frage ich mich, ob es so etwas wie normalen Kita-Betrieb je wieder geben wird.

Wir gingen auf den Spielplatz, wo wir prompt lauter Kinder aus einer anderen Kita trafen. Auch ein bisschen albern. Da hätte die Tochter ja auch in ihre Kita gehen können. Aber wir hielten zumindest brav Abstand. Weiter ging es zum Einkaufen, auch wenn es nicht wirklich etwas einzukaufen gab außer einer Brezel für uns beide. Beim Schreibwarenladen entdeckte die Tochter noch eine Bauarbeiter-Gummiente. Ich kaufte sie ihr. Die Ente war für zwei Stunden ihr ein und alles.

Wieder zu Hause versuchte ich zwei Stunden lang, das Kind zu überzeugen, doch mal Mittagsschlaf zu machen. Als es dann klappte, schlief sie dafür extra lang.

Danach holten wir den Sohn aus dem Kindergarten ab. Die Katze war wieder zu Besuch. So verbrachten wir noch etwas Zeit dort. Die Katze ist übrigens taub, wie mir berichtet wurde. Vielleicht nimmt sie die Kinder deshalb so gelassen. Oder sie ist taub, weil sie so oft im Kindergarten war.

Weil der Sohn traurig war, dass seine neuen Kindergartenfreunde nicht mitkamen, gingen wir umso engagierter auf den Spielplatz und nachdem wir dort niemand trafen weiter auf den nächsten Spielplatz. Ich war mir nicht sicher, ob es vom Wetter her passen würde und sagte: „Ich weiß nicht, wie das Wetter wird, vielleicht regnet es auch gleich…“ Der Sohn konterte trocken: „Schau doch auf die Wetter-App.“ 

Auf dem Spielplatz aßen die Kinder Nüsse und Knäckebrot und schauten anderen Kindern beim Spielen zu, weil sie selber so müde waren. Gehen wollten sie aber auch nicht. Nachdem sie noch die Blütenblätter eines Rosenstrauchs im Sand verteilt und verschenkt hatten, gingen wir heim.

Uns erreichte noch ein feuchter Ausläufer des aufziehenden Gewitters, aber es ging.

Die Mutter kam fast zeitgleich mit uns heim, es gab ein paar Reste, die Kinder gingen noch baden. Der Sohn badete nicht wirklich und baute mit der Mutter seinen Lego-Dino nochmal auf. Dann gingen beide relativ schnell schlafen. Wir waren wohl ziemlich verschwitzt von diesem Tag, zumindest sagte der Sohn beim Abendessen: „Hier riecht’s nach Männer!“

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