Heute Morgen wurde das Dreirad geteilt: Die Tochter fuhr bis zur Kita, dann durfte der Sohn übernehmen und weiter zum Kindergarten fahren. Die Mutter hatte mit der Tochter den kürzeren Weg. Wir trafen uns zu Hause wieder, wo sie Sport per Zoom machte und ich mich an meinen Schreibtisch setzte.

Zwischendurch schnippelte ich noch ein bisschen Gemüse für das Abendessen vor. 

Nachmittags holte ich die Kinder ab. In der Kita wurde ich gefragt: „Schubst ihr euch manchmal zu Hause?“ Die Tochter hat das wohl vom Sohn übernommen und heute ein anderes Kind umgeschubst. Ich sagte ihr brav, dass das nicht geht. Sie tat so, als würde sie mich nicht verstehen. Schon praktisch, wenn man noch so klein ist.

Der Sohn hatte schön Fangen gespielt im Kindergarten. Nur seine Regenjacke fanden wir leider nicht. Sie wird, wie die meisten Dinge, auf mysteriöse Weise wieder auftauchen. Wenn man Kinder hat, bekommt man zum Verschwinden materieller Dinge ein ganz neues Verhältnis.

Beide Kinder waren sehr müde. Zu Hause beruhigte sich ie Stimmung etwas mit Hilfe von ein paar Keksen, aber grundsätzlich heulte den ganzen Abend fast immer jemand.

Das Gemüse zu schnippeln hätte ich mir für heute auch sparen können. Wir entschieden angesichts der Lage, nur zu vespern. Das war eine sehr gute Entscheidung. Nach dem Essen baute der Sohn mit Mutter und Tochter noch einen Parcours durchs Wohnzimmer, über dessen Verlauf, Zusammensetzung und Zerstörung man sich auch super aufregen kann. Und dann ging es sehr schnell ins Bett.

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