Ich dachte ja: Oh je, zwei Kinder in die Kita bringen, aber es war gar kein Problem. Beide waren bester Laune, der Sohn fuhr versuchsweise auf dem Vierrad, oder wie auch immer dieses Ding heißt, das das erste Gefährt in unserer Kindergarage war. Auf jeden Fall war er so beschäftigt.

Ich nutzte den Tag fürs Gitarre üben und andere kreative Projekte. 

Nachmittags holte ich die Kinder ab. Die Tochter hatte in der Kita fünf Teller Suppe gegessen. Der Sohn kam uns im Kindergarten schon entgegen, er hatte sein neuestes Kunstwerk in der Hand. 

Direkt im Anschluss gingen wir mit einer Kindergartenfreundin des Sohnes und deren Mutter noch auf den Spielplatz. Erst blieben wir noch an der Kletterwand der benachbarten Schule hängen, dann an einer Treppe, die die Kinder unbedingt zehn Mal rauf und runter mussten.

Auf dem Spielplatz war die Wasserpumpe zum ersten Mal wieder an. Uns erwartete eine Art See im Sand wie jetzt bis zum Herbst wieder jeden Tag. Die Kinder freut es, aber irgendwie ist das Ganze eine Fehlkonstruktion. Der Gehweg beim Spielplatz wird immer halb von Matsch überschwemmt, weil die Kinder einfach die ganze Zeit pumpen. Was sollten sie auch sonst tun?

Die Tochter hatte zum Glück Gummistiefel und Matschhose dabei und fiel natürlich gleich beim ersten Versuch komplett in die Pfütze. Der Sohn badete seinen Bagger und spielte mit Stöcken. Die Mutter der Freundin erzählte noch, ihr größerer Sohn habe eine ganze Stocksammlung zu Hause. Mal schauen, ob uns das auch noch erwartet. Die Regenjacke des Sohnes war bisher nur voller Steine, die er sammeln wollte, aber zum Glück immer vergaß.

Zu Hause brachen die Kinder förmlich zusammen vor Müdigkeit. Die Mutter kam heim, wir aßen schnell, ich hatte noch mal Qui Gong vor den Ferien und dann gingen die Kinder überpünktlich ins Bett.

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