Morgens ging der Sohn lieb in die Kita. Vielleicht auch, weil er gerade pünktlich zum Frühstück kam. Tochter und Mutter hatten wir noch zur Kita begleitet. Die Mutter machte Sport per Zoom zu Hause. Ich dichtete und übte mich durch den Tag.

Nachmittags holte ich die Kinder ab. Die Tochter lief erstmal weg, wie sie das zum Spaß gerade immer macht. Die Erzieherinnen berichteten von neuen Variationen ihres „Mhms“ und davon, dass sie sehr konsequent „Nein!“ sagt, wenn sie etwas nicht will.

Der Sohn tobte durch den Garten des Kindergartens, kam aber für seine Verhältnisse recht schnell mit, nachdem die Tochter und er noch ein bisschen das Trampolin bearbeitet hatten. Beide Kinder waren müde. Es ging direkt nach Hause.

Zu Hause gab es ein bisschen Nervennahrung für alle. Danach bemalten wir die Kunstwerke, die der Sohn aus der Modelliermasse gemacht hatte. Endlich kamen die Acrylstifte mal zum Einsatz, die ich ursprünglich für ein anderes Projekt besorgt hatte. Der Sohn war schwer beeindruckt davon, dass er „Erwachsenenstifte“ benutzen durfte und wusch sich danach auch ganz brav die Hände.

Die Tochter bearbeitete ihre Werke mit normalen Stiften.

Die Mutter kam heim. Die Kinder machten Wettrennen im Flur, was sie gerade gerne Abends machen. Ich hoffe, die Nachbarn kommen damit klar. Beim Essen war es dann vorbei mit der guten Laune. Es wurde viel geschrien, gab allerlei Sonderwünsche.

Kurz kühlten sich die Kinder in der Badewanne ab,auch wenn sie natürlich schön warm war, dann gab es wieder ein Drama um einen Bären, der der Tochter gehört, weil „Bär“ gerade eines ihrer Lieblingswörter ist, den der Sohn natürlich auch haben wollte.

Wir Eltern sahen uns öfter an und schüttelten nur den Kopf. Irgendwie schafften es alle ohne größere Schäden an Leib und Mobiliar ins Bett. Über den Rest breite ich den Mantel des Schweigens.

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