„Die müssen so verstrubbelt sein!“ sagte der Sohn, nachdem er mir morgens die Haare verstrubbelt hatte. Er hat eben klare und eigene Vorstellungen von Ästhetik. Ansonsten ging er sehr lieb in den Kindergarten, bis ich es dort wagte, das alte Wasser in seiner Trinkflasche durch neues zu ersetzen. Das fand er gar nicht lustig. Ist ja auch Verschwendung.

Die Mutter hatte die Tochter schon in der Kita abgeliefert. Ich hatte den Tag über Zeit, zu dichten, anderweitig kreativ zu sein und die Wäsche aufzuhängen. 

Nachmittags holte ich die Tochter ab. Als wir zur Garderobe gingen zeigte sie sehr bestimmt auf die Schachtel mit den Schnelltests. Ich sagte: „Ja, ich hab schon einen eingesteckt.“ Sie sagte zufrieden: „Mhm!“ wie das nur sie sagen kann und ging zufrieden nach draußen.

Wir holten den Sohn aus dem Kindergarten, der mal wieder nicht gehen wollte und gingen vor lauter Müdigkeit direkt nach Hause. Ich las ein bisschen vor, versorgte die Kinder mit Milch, etrug ihre schlechte Laune und dann kam auch schon die Mutter heim. Wir aßen schnelle Nudeln. Der Sohn erzählte, dass er bei „Wörle, Wörle, was ist das?“ im Kindergarten endlich auch mal das Tier spielen will. Danach entschwand ich zum Qui Gong in mein Zimmer. Diesmal war es im Hintergrund recht ruhig. Die Kinder bastelten mit der Mutter. Der Sohn machte einen Abdruck seines Löwenlöffels in die Knetmodelliermasse, die wir von der Oma geschenkt bekommen hatten.

Die Tochter ging schnell schlafen, nachdem sie mich noch angewiesen hatte, ihre Wäsche aufzuräumen. Der Sohn schaute noch ein bisschen seine Filme und stellte seine Kuscheltiertruppe fürs Bett zusammen. Dann schlief auch er schnell ein.

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