Für einen Montag kam der Sohn ganz gut aus dem Bett. Mutter und Tochter waren schon längst in Richtung Kita und Kindergarten auf gebrochen, aber immerhin kam er ohne großen Protest aus den Federn. Er ging auch gut in den Kindergarten. Besonders stressig dürfte es dort nicht gewesen sein. Durch die Notbetreuung war die Zahl der Kinde wieder deutlich reduziert.

Ich bereitete mein Seminar morgen vor und auch sonst noch allerlei. Nachmittags holte ich Tochter und Sohn wieder ab. Die Tochter rannte aus Spaß vor mir weg und weinte dann kurz, weil sie wohl die verbotene Zone des Kita-Hofes betreten hatte, wie mir die Erzieherin erklärte. Die Kleine ist schon schnell beleidigt. Der Sohn kam ausnahmsweise von selber aus dem Garten des Kindergartens. Vielleicht auch, weil sein Erzieher heute mal Zeit hatte, ihm Bescheid zu sagen, dass wir da waren.

Wir gingen noch auf den Spielplatz, wohin auch noch eine Freundin des Sohnes ging, die aber so müde war, dass außer lustlos gemeinsam Schaukeln nicht mehr viel los war. Die Tochter schaukelte und rutschte noch sehr engagiert und zu guter Letzt fuhren wir sogar noch zum Bäcker. Der Sohn hatte noch vorgeschlagen, einen Gummi-Frosch zu kaufen und da es den nur bei dem einen Bäcker gibt, zu dem man immer noch ein bisschen weiter laufen oder fahren muss, hatten wir noch ein Ziel.

Danach fuhren wir langsam mit Roller und Kinderwagen nach Hause. Zu Hause schaffte ich es, die Kinder einigermaßen zu trennen, weil es sonst nur Streit gab. Der Sohn spielte mit seinem Parkhaus und seinen Autos. Die Tochter bekam von mir die Küche mit der Knete zugeteilt. Eine Rollenverteilung, die sie nur so halb begeisterte.

Die Mutter kam heim, wir aßen ein paar Reste vom Wochenende und Spiegelei, was das Kochen gut abkürzte. Der Sohn schaffte er trotz seiner Müdigkeit, noch länger wach zu bleiben. Die Geschichte über einen Erdmännchen, dass mit einem Büffel eine Schlafkuhle anlegt, half dann auch bei ihm.

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