Es gibt wieder Notbetreuung. Das war eine gute Nachricht, die mich da Mittags erreichte. Also keine Tagesausflüge auf den Bauernhof unter der Woche. Irgendwie auch schade. Aber für unsere Nerven und unsere Arbeit ist es so glaube ich besser.

Der Morgen war so wie immer. Nur dass der Sohn heute im Kindergarten beschwingt und guter Laune in seine Gruppe ging. Hatte wohl doch etwas gebracht, dass er am Abend vorher früher im Bett war. 

Ich arbeitete an verschiedenen Projekten und dann durfte ich auch noch ganz spontan zum Frisör. Ich holte mir dort ein Tagesticket und ging noch in die Stadt. Da war was los wie an Weihnachten. War ja der vorletzte Tag des Tübinger Modellprojekts. Und zu dem Zeitpunkt dachten sogar alle noch, es wäre schon der letzte Tag.Vielleicht könnte man das auch so lösen: Immer sagen, dass jetzt das Projekt wirklich endet und es um noch einen Tag verlängern.

Nachmittags holte ich die Tochter aus der Kita ab. Sie war gerade erst vom Mittagsschlaf erwacht und etwas verträumt. Zu Hause setzte sie sich auf den Stuhl des Sohnes und spielte heimlich mit seinen Sachen. Er war ja noch nicht da.

Sie ging noch in Begleitung raus, während ich Gitarre übte. Wieder zu Hause aß die Tochter wieder ein paar Schälchen Nudeln und Blaubeeren. Außerdem zog sie sich eine Mütze an. Und wieder aus. Und wieder an. Und so weiter…

Mutter und Sohn kehrten heim. Der Sohn hatte mit einem Freund auf dem Spielplatz gespielt. Ich dachte: Er schläft gleich auf dem Stuhl ein, aber es dauerte noch ziemlich lange, bis er nach dem Abendessen den Weg ins Land der Träume fand. Dafür reimte er lustig vor sich hin und versteckte mal wieder seine Plastikbuchstaben unter verschiedenen Möbelstücken.

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