Heute hatte ich einen etwas gehetzten Vormittag. Ich musste alles erledigen, was ging vor 13 Uhr. Da machte die Kita nämlich zu und das macht sie auch den Rest der Woche so ungefähr, weil zu viele Erzieherinnen krank sind zur Zeit. Ich hatte mich auf eine Woche gefreut, in der mal beide Kinder gesund sind und in der Kita, aber gut, man kann nicht alles haben.

Der frühe Nachmittag mit der Tochter war dafür sehr schön. Sie hatte beste Laune. Wir gingen zusammen Käse kaufen und spazierten noch durch die Stadt. Sie durfte auf dem Trampolin in der Stadtmitte hüpfen, stand die meiste Zeit auf dem Trampolin und erkundete mit wachsamem Blick die Umgebung und lächelte alle Menschen an, die dort gerade ihren Mittagssnack verzehrten.

Auf dem Heimweg sagte sie zu jedem Hund, der vorbeikam, so laut „WAU! WAU!“, dass die Herrchen immer lachen mussten. Zu Hause rannte sie zwanzig Minuten mit ihrer Matschhose in der Hand durch den Flur. Ich konnte in Ruhe einen Kaffee trinken. Danach holten wir den Sohn ab.

Über seine neue Frisur hatte sich zum Glück niemand beschwert, er saß auf der Schaukel und hatte ebenfalls gute Laune. Draußen bleiben wollte er aber nicht. Wir gingen nach Hause, wo Milch auf uns wartete.

Auf dem Heimweg zog der Sohn noch einen Schuh aus, stellte ihn auf seinen Roller, stellte den bestrumpften Fuß daneben und schuckte mit dem anderen an. Zu Hause fuhr er den Schuh weiter mit dem Roller spazieren und sagte: „Ich bin ein Gabelstapler!“

Die Mutter kam heim, wir aßen schnell aber gut. Ich entschwand in mein Zimmer zum Qui Gong. Die Tochter ging schnell schlafen. Mit dem Sohn mussten wir noch ein paar Runden das Mauselochspiel spielen – und zwar rückwärts, das war ihm ganz wichtig. Danach ging auch er relativ schnell schlafen.

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