Das Semester ging wieder los. Ich hatte meine erste Seminarsitzung und durfte mich wieder den Freuden der Videokonferenz hingeben. So langsam gewöhnt man sich dran. Mal schauen, welche Veranstaltungen überhaupt wieder in Präsenz stattfinden werden, wenn die Lage sich bessert.

Die Kinder gingen lieb in Kita und Kindergarten. Die Tochter sagt einem gerade nicht einmal mehr Tschüss.

Ich hatte den Tag über Zeit für andere Dinge, packte sogar mal wieder meine Gitarre aus. Vielleicht wird das jetzt noch ein Projekt für die hoffentlich letzte Lockdown-Zeit. 

Den Gesangsunterricht musste ich leider ausfallen lassen. Die Erkältung hält sich noch ein bisschen.

Die Mutter holte die Kinder ab. Sie kehrten heim. Alle recht gut gelaunt, nur den Rucksack des Sohnes hatten sie verloren.

Das Abendessen kam bei allen gut an. Es gab Würstchen. Dazu gab es auch noch Mangold und Reis, aber zumindest für einen Teil der Familie war das sekundär.

Die Tochter war sehr müde und ging schnell ins Bett. Der Sohn ging ins Bad. Die Mutter wollte ihm die Haare schneiden. Er war gar nicht begeistert, schaute sie drohend an und sagte: „Ich zauber sofort meinen Kopf weg!“

Es musste aber doch sein und gab ein Riesen Drama. Der Sohn mag Haare schneiden gar nicht. Irgendwann wurde ich noch dazu gerufen, was sich als Fehler erwies. Ich bin nicht gut im Haare schneiden, aber der Sohn wollte unbedingt, dass ich das weiter mache.

Vor mir der schreiende Sohn – neben mir die schreiende Mutter – ich schnitt einfach irgendwas ab im Eifer des Gefechts – und so sah das Loch in der Frisur dann auch aus. Die Mutter versuchte es noch zu retten. Ich hoffe, das Schlimmste wächst bis morgen wieder ein bisschen raus.

Auf jeden Fall werde ich wohl so schnell nicht mehr zum Haare schneiden bestellt oder ich muss mal mit einem unbelebten Modell üben…

Immerhin schlief der Sohn nach der ganzen Aufregung schnell ein.

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