Heute ließ der Sohn mich ausschlafen. Er stand wieder als letzter auf. Die Mutter und die Tochter waren schon im Bad gewesen und hatten für uns Frühstück gemacht. Die Ausgeschlafenheit war also ungerecht verteilt. Deshalb reifte auch die Idee, dass die Mutter ja mal beim Sohn schlafen könnte.

Nach dem Frühstück malte der Sohn einen Kuscheltierberg auf die Kreidetafel. Also die abstrakte Version eines Kuscheltierbergs. Aber er war schön bunt. Anschließend pflanzte die Mutter mit den Kindern auf dem Balkon Planzen ein. Die Tochter übernahm ich irgendwann. Sie war schon wieder müde. Sie aß ein paar Nudeln, die Mutter legte sie schlafen.

Wenig später erwachte die Tochter schon wieder. Wir nahmen den nächsten Abschnitt des Tages in Angriff und machten alle zusammen Pizza. Der Sohn durfte seine eigene Hälfte belegen. Darauf kamen Salami, Mais und Paprika. „Und auf keinen Fall Käse!“ sagte er und so blieb es dann auch. Immerhin aß er seinen Teil der Pizza auch fast alleine auf.

Wir Eltern genehmigten und noch einen Kaffee, dann ging ich mit den Kindern auf den Spielplatz. Die Mutter musste noch arbeiten. Auf dem Spielplatz war recht wenig los, die Kinder schaukelten, fuhren Karussell, kletterten und der Sohn bot mir zum Schluss allerlei Gemüse aus Sand an: Tomaten mit Kartoffeln, rote Zwiebeln, Auberginen und Basilikum. So könnte man auch eine Pizza belegen.

Wir gingen wieder heim. Zu Hause gab es die Reste der Pizza. Die Kinder badeten noch, wobei sie das Bad unter Wasser setzten. Der Sohn bekam einen Wutanfall, als er wieder hörte, dass heute die Mama bei ihm schlafen wollte.

Wir versuchten es trotzdem mit dem Rollentausch. Es scheiterte. Der Sohn schlief auch nicht in seinem Bett, sondern in meinem, wollte extra viele Geschichten hören und musste noch einmal aufstehen, um mit mir das Mauseloch-Spiel zu spielen. So rächt es sich, wenn er ausschlafen darf.

Um halb elf war dann Ruhe.

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