Der Morgen war heute noch ganz harmlos: Die Mutter brachte die Tochter in die Kita und fuhr zur Arbeit. Ich überzeugte den Sohn von der Idee des Aufstehens und brachte ihn mit dem Dreirad in den Kindergarten.

Den Tag über hatte ich Zeit für neue Anträge und Projekte und kochte Mittags, um Abends die Familie in meiner Abwesenheit mit Essen zu versorgen. Ich durfte Abends ja nochmal Theatersport spielen.

Ich holte die Kinder ab. Ich bilde mir ein, die Tochter zeigte beim Abholen auf den Kinderwagen und sagte: „Kinderwagen“. Sie erzählte auch sonst viel. Der Sohn turnte noch durch den Garten des Kindergartens. Die Tochter probierte dort mal wieder das kleine Trampolin aus. Wir gingen nach Hause. Beide Kinder waren müde und überredeten mich auf ihre Art dazu, noch ein paar Schokoeier rauszurücken.

Die Tochter sandelte noch kurz auf dem Balkon. Der Sohn hörte sehr konzentriert seine CD. So konzentriert, dass ich ihn ein paar mal fragen musste, ob denn auch alles ok sei. So wie Leute das bei mir immer machen, wenn ich sehr konzentriert ein Buch lese.

Ich war in Gedanken schon im Theater, als der Anruf kam: Die Mutter war auf der Heimfahrt ein Reifen geplatzt. Ansonsten zum Glück alles ok. Sie wartete auf den Pannendienst. Ich telefonierte hektisch alle Babysitterinnen durch, überlegte, wer im Theater für mich einspringen könnte, da meldete sich eine zurück.

Ich übergab die Kinder an die Babysiterin und düste zum Theater. Machte noch den Test: Negativ. Das hätte jetzt gerade noch gefehlt. Und es war eine sehr lustige Vorstellung. Wir spielten im Stile von Billy Wilder, ich durfte ein Lied mit zwanzig Reimen singen, es gab eine Kurzoper beim Spargelstechen, eine WG mit Tiercharakteren und zwei Zugaben. Wir unterhielten uns noch etwas, nachdem von zu Hause die Nachricht kam, dass alle lieb ins Bett gegangen waren.

Und dann ging ich heim durch die inzwischen wieder völlig leere Altstadt.

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