Der Morgen war geprägt vom ersten Corona-Test des Sohnes. Der Test wurde für ungültig erklärt, weil ich es mit dem Sohn im zweiten Nasenloch nur auf eine Umdrehung brachte statt der geforderten fünf. Die meisten Eltern lösten das Problem pragmatisch und gaben an, ihre Kinder in Zukunft zu Hause zu testen. Das werden wir bald wohl auch machen. Bei der Tochter ist es schon so.

Tagsüber war ich recht produktiv, dichtete für unseren Podcast, übte rappen und Anderes. 

Nachmittags holte ich die Tochter ab, die mir beim Anziehen in der Kita die Tasche in die Hand drückte, damit ich sie nicht vergaß.

Der Sohn tollte im Kindergartengarten durch die Gegend. Er kam freudig mit und dann gingen wir auf den Spielplatz. Morgens hatte er mir tief in die Augen geschaut und streng gesagt: „Heute nach dem Kindergarten gehen wir auf den Spielplatz! Ok?“ Wir trafen eine Kindergartenfreundin von ihm und ich noch zwei Bekannte aus meinem Leben ohne Kinder, die inzwischen auch Väter sind.

Die Tochter wollte immer dorthin, wo der Sohn gerade nicht war und versuchte, jeden Hang und jede Stufe zu erklimmen. Der Hunger trieb uns nach Hause

Auf dem Heimweg machten wir noch eine Pause und schauten wir sehr lange zu, wie ein Mann mit Kleister, Eimer und einem langen Besen die Litfasssäule beklebte. Allerdings nicht mit neuen Plakaten, sondern einfach weiß.

Abends kochte ich Sukiyaki, die Kinder drehten durch. Die Mutter brachte sie ins Bett, weil ich noch ein Zoom-Meeting ins Sachen Theater und Marketing hatte. Der Sohn hörte zwischendurch heimlich mit dem Kopfhörer zu, als er merkte, dass es für ihn langweilig war, schlief er mit der Mutter schnell ein.

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