Absurdes Allgemein Alltag Zu Hause

Zu Hause – Tag 380

„Ich fänds gut, wenn du mal ein paar Vitamine essen würdest.“ sagte die Mutter beim Frühstück. Der Sohn antwortete: „Ich bin doch nicht krank!“ Er aß dann trotzdem es in bisschen was von der Kiwi. Vielleicht auch, weil die Tochter begeistert davon aß.

Der zweite Tag unseres großen Ausflugs-Wochenendes stand an. Es ging wieder nach Stuttgart, aber diesmal in den Park, wo wir mit der Oma verabredet waren, die wir seit dem Herbst nicht mehr gesehen haben.

Die Fahrt ging gut. „Jetzt sind wir so weit gefahren und keiner hat gespuckt.“ sagte der Sohn. Er durfte sich aufs Laufrad setzen und verkündete noch: „Ich schieß Corona ab!“ Mal schauen, was ihm noch so dazu einfällt.

Wir trafen die Oma bei der Oper und gingen beschwingt weiter in den Park hinein. Ich beaufsichtigte den Sohn und zog ihn zur Seite, wenn er wieder fast mit Fußgängern, Fahrradfahrern oder Anderem kollidierte.

Kurz nachdem wir etwas weiter in den städtischen Grünraum vorgedrungen waren, trafen wir prompt noch eine Kollegin von Theatersport, die auch mit ihrem Nachwuchs unterwegs war. So viele Sozialkontakte an einem Tag. Man ist es gar nicht mehr gewöhnt.

Unsere Wanderung führte uns zum großen Spielplatz, den ich schon immer als Kind besucht hatte. Jetzt ist er noch größer.

Die Kinder kletterten und sandelten zwei Stunden wie die Wilden. Die Tochter erklomm ein Gerüst, das wie für sie gemacht war und grinste die Oma durch die Holzlatten an. 

Langsam aber sicher kämpften wir uns zurück, blieben noch kurz an einem kleinen Spielplatz hängen. Als unbedarfte Tübinger stellten wir fest: In Stuttgart nimmt das mit dem Maske tragen und dem Abstand kaum jemand so besonders ernst. Mal schauen, wo die Zahlen schneller wieder hochgehen.

Am Bahnhof schauten wir auch noch kurz vorbei. Die Kinder und ich beobachteten ein Roboterauto, das wie ein Hund hinter dem Mitarbeiter eines Cafés herfuhr. Er muss wohl einen Sender in der Tasche gehabt haben Die Welt wird immer verrückter.

Zu Hause malten die Kinder und die Mutter noch mit Fingerfarben, während ich kochte. Die Mutter sagte zum Sohn: „Wir essen jetzt.“ Er sagte: „Ok, aber du musst weggucken, Mama.“ Er war etwas aufgedreht. Es dauerte noch länger, bis beide Kinder schliefen. Jetzt kann die neue Woche kommen. Ich machte noch einen Corona-Test mit der Tochter. Negativ. Das dürfen wir jetzt zwei mal die Woche machen.

1 Kommentar zu “Zu Hause – Tag 380

  1. Klingt nach einem wunderschönen Tag!

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